Datenleck: Gehackte Telefonnummern über Telegram-Bot angeboten

Mittels eines Telegram-Bots verkaufen Kriminelle die passende Telefonnummer zu Facebook-Nutzern.

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Telefonnumer: Bei Facebook ergattert, auf Telegram verkauft
Telefonnumer: Bei Facebook ergattert, auf Telegram verkauft (Bild: Gerd Altmann/Pixabay)

Kriminelle bieten den Zugang zu einer Datenbank mit 500 Millionen Telefonnummern von Facebook-Nutzern über einen Telegram-Bot an. Gegen Zahlung von 20 US-Dollar wird die passende Telefonnummer zu einer Facebook-ID herausgegeben. Alternativ kann auch die Facebook-ID zu einer Telefonnummer abgefragt werden.

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Das Onlinemagazin Motherboard konnte die Echtheit der Daten bestätigen. Demnach wurden die Telefonnummern über eine Sicherheitslücke erlangt, die Facebook im August 2019 geschlossen hat. Im September entdeckten Sicherheitsforscher bereits eine Datenbank mit 420 Millionen Telefonnummern von Facebook-Nutzern öffentlich zugänglich im Internet. Diese sollen über einen Missbrauch der einer Funktion zur Freunde-Suche per Telefonnummer zusammengestellt worden sein. Diese will Facebook jedoch bereits 2018 eingeschränkt haben.

Facebook bestätigt Echtheit

Auch Facebook selbst hat den Bot überprüft und konnte nicht nur die Echtheit der Daten bestätigen, sondern auch feststellen, dass keine neueren Daten enthalten sind. Doch auch 2019 hatte Facebook bereits zwei Milliarden Nutzende, von denen mit 500 Millionen rund jeder Vierte betroffen ist. Zudem dürften Telefonnummern nicht allzu häufig gewechselt werden, entsprechend dürfte ein Großteil der Telefonnummern nach wie vor aktuell sein.

"Es ist sehr besorgniserregend zu sehen, dass eine Datenbank dieser Größe in Cybercrime-Communities verkauft wird, sie schadet unserer Privatsphäre schwer und wird sicherlich von Kriminellen für betrügerische Aktivitäten verwendet", sagte Alon Gal, Mitgründer und CTO der Sicherheitsfirma Hudson Rock, der Motherboard auf den Telegram-Bot aufmerksam gemacht hat.

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Im Oktober war ein Telegram-Bot bekannt geworden, der mit Hilfe von Deep Nude gefälschte Nacktfotos von Frauen erstellt. Für die Opfer können solche Bilder existenzbedrohend sein. So können die Bilder von Tätern zur Belästigung, Erpressung oder zur öffentlichen Bloßstellung genutzt werden.

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