Datenleck: Daten von Millionen Hotelgästen ungeschützt im Netz

Eine Software, die Hotels an Booking.com oder Expedia anbindet, ließ die Buchungsdaten offen im Netz - inklusive Kreditkarte und Prüfziffer.

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Hotel (Symbolbild)
Hotel (Symbolbild) (Bild: Francisco Iedro/Pixabay)

Einige Hotels nutzen zur Anbindung an Reiseplattformen wie Booking.com oder Expedia die Managementsoftware Cloud Hospitality des spanischen Herstellers Prestige Software. Entsprechend landen dort etliche persönliche Daten bis hin zu Kreditkartennummern. Diese speicherte Prestige Software in einem ungesicherten AWS-Bucket, über das Millionen Reisedaten aus den vergangenen sieben Jahren abgerufen werden konnten.

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Allein für August seien 180.000 Datensätze einsehbar gewesen, schreibt der Entdecker Mark Holden in einem Blogeintrag. Insgesamt umfasst das Datenleck über zehn Millionen Protokolldateien, die bis ins Jahr 2013 zurückreichen würden. Diese enthielten die Namen, E-Mail-Adressen, Ausweis- und Telefonnummern der Hotelgäste.

Auch die Reservierungsdetails inklusive der Aufenthaltsdaten, des Preises, zusätzlicher Wünsche sowie Anzahl und Namen der Gäste. Entsprechend höher dürfte die Anzahl der betroffenen Personen liegen. Selbst Stornierungen seien gespeichert.

Kreditkartendaten bis hin zur Kartenprüfziffer geleakt

Teilweise waren zudem die Kreditkartennummer, der Name des Inhabers bis hin zu Ablaufdatum und Kartenprüfziffer (CVV - Card Verification Value) in den ungeschützten Daten einsehbar. Damit habe Prestige Software gegen den Datensicherheitsstandard der Kreditkartenindustrie verstoßen, betont Holden. Ein Verstoß gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist es ohnehin.

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Mit der Managementsoftware Cloud Hospitality können sich Hotels an Reiseplattformen wie Amadeus, Booking.com, Expedia, Hotels.com, Sabre und weitere anbinden. So können beispielsweise die verfügbaren Zimmer übermittelt und Buchungen verwaltet werden. Unklar bleibt, welche Hotels die Software einsetzen und welche Personen von dem Datenleck betroffen sind.

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Angesichts der Größe der offengelegten Daten und ihrer Sensibilität hatte sich Holder direkt an AWS gewandt, bei denen das Bucket gemietet wurde. Am folgenden Tag sei das Bucket gesichert worden, schreibt Holder. Ob das Datenleck auch von Dritten entdeckt wurde, bleibt unklar. Kriminelle könnten die Daten auf vielfältige Weise nutzen.

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