Datenleck bei Mango: Angreifer erbeutet Kundendaten von großem Modekonzern
Ein Partner des spanischen Modekonzerns Mango ist offenbar Ziel einer Cyberattacke geworden, bei der ein unbekannter Angreifer an Kundendaten gelangt ist. Wie aus einem X-Beitrag von Hackmanac(öffnet im neuen Fenster) hervorgeht, informiert Mango seine Kunden derzeit schriftlich über den Vorfall. Bei dem betroffenen Partner handelt es sich demnach um einen externen Marketingdienstleister.
Den Angaben zufolge verschaffte sich ein unbefugter Akteur Zugriff auf persönliche Daten von Mango-Kunden. Betroffen sind Daten wie Vorname, Land, Postleitzahl, E-Mail-Adresse und Rufnummer. Nachnamen sowie vertrauliche Daten wie Passwörter, Zahlungsinformationen oder Ausweisnummern sollen hingegen nicht abgeflossen sein.
Mango versicherte, der Vorfall habe keinerlei Auswirkungen auf die hauseigenen Systeme gehabt und betreffe lediglich den besagten Dienstleister. Die Dienste des Modekonzerns laufen also wie gewohnt weiter. Die spanische Datenschutzbehörde AEPD (Agencia Española de Protección de Datos) sowie weitere zuständige Behörden seien über das Datenleck informiert worden, hieß es in spanischen Medienberichten(öffnet im neuen Fenster) .
Warnung vor Phishing-Angriffen
Der Name des attackierten Marketing-Partners wird in dem Schreiben Mangos nicht genannt. Wer genau hinter dem Angriff steckt, ist ebenfalls noch unklar. Bisher scheint sich noch keine Hackergruppe dazu bekannt zu haben, im Besitz von Mango-Kundendaten zu sein. Auch machte Mango keine Angaben dazu, wie viele Kunden von dem Datenleck betroffen seien.
Betroffenen wird empfohlen, hinsichtlich möglicher Phishing-Angriffe wachsam zu bleiben. Das gilt nicht nur für verdächtige E-Mails, sondern ebenso für Anrufe . Angreifer könnten die erbeuteten Daten missbrauchen, um in einem Gespräch einen vertrauenswürdigen Eindruck zu erwecken und weitere Daten abzufragen. Das kann letztendlich auch finanzielle Konsequenzen haben.
Bei Mango handelt es sich um einen weltweit tätigen Modekonzern mit Hauptsitz im spanischen Palau-solità i Plegamans. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) rund 16.400 Mitarbeiter, verfügt über 2.850 eigene Stores in mehr als 120 Ländern und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz in Höhe von 3,3 Milliarden Euro.
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