Abo
  • IT-Karriere:

Datenfluss-Prozessor: Intels Exascale-Chip nutzt kein x86

Ein US-Patent gibt einen ersten Einblick in das Design, mit dem Intel die notwendige Rechenleistung für einen Exascale-Supercomputer erreichen will. Der Configurable Spatial Accelerator scheint ein Datenfluss-Prozessor zu sein und könnte mit herkömmlichen Xeons kombiniert werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Grober Aufbau des Configurable Spatial Accelerators mit vielen Processing Elements
Grober Aufbau des Configurable Spatial Accelerators mit vielen Processing Elements (Bild: Intel)

Das von Intel ursprünglich Ende 2016 eingereichte und mittlerweile öffentliche US-Patent 20180189231 zeigt einen der Ansätze für einen Exascale-Supercomputer, also mindestens 1.000 Petaflops. Das derzeit schnellste gelistete System, der Summit, schafft im Vergleich mit 188 FP64-Petaflops kein Fünftel davon. Intel spricht im Patent von einem Exaflop und exemplarischen 20 Megawatt und nennt explizit das US-amerikanische Energieministerium (Deparment of Energy), das den Bau solcher System vorantreibt.

Stellenmarkt
  1. OEDIV KG, Oldenburg
  2. Therapon 24, Nauheim

Intel beschreibt einen sogenannten Configurable Spatial Accelerator, welcher keine x86-Architektur und kein Von-Neumann-Design verwendet, sondern eher in Richtung eines Datenfluss-Prozessors geht und zumindest ein bisschen auch Erinnerungen an Intels Edge-ISA (Explicit Data Graph Execution) weckt. Zum Team hinter dem Patent gehört mit Al Gara unter anderem einer der Architekten von IBMs Blue-Gene-Supercomputern und von Intels Knight-Familie alias Xeon Phi, worauf The Next Platform umsichtig aufmerksam macht.

Wie erwartet, besteht der Configurable Spatial Accelerator aus einer Vielzahl von Processing Elements, die vom Compiler per Datenflussgraph versorgt werden. Die PEs beherrschen Ganzzahl- und Gleitkomma-Berechnungen und sind per Fabric verknüpft. Der Fokus liegt auf einer hohen Effizienz, anders ist ein Exaflop bei 20 Megawatt unerreichbar. Unklar bleibt vorerst, wie die Beschleuniger angesteuert werden, denkbar sind Nodes mit x86-Xeons und mit CSAs auf einem Package oder als externe Steckkarten, wobei Ersteres angesichts von Chips wie dem Xeon 6138P samt FPGA naheliegt.

Ursprünglich wollte Intel für Exascale-Supercomputer auf Knights Hill setzen, also Xeon Phi mit 10 nm. Die wurden aber eingestellt, weshalb spezielle Ice-Lake-x86-Xeons im Gespräch waren, aber eventuell hat sich die Roadmap hier geändert oder das Aurora-System des US-amerikanischen Energieministeriums wird mit hybrider Technologie ausgestattet.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 119,90€ (Bestpreis!)
  2. 89,90€ (Bestpreis!)
  3. 449,90€ (Release am 26. August)
  4. (u. a. Tropico 6 für 24,99€, PSN Card 10€ für 9,49€, PSN Card 20€ für 18,99€)

Anonymer Nutzer 04. Sep 2018

Na, dann bin ich ja schon gespannt welche neuen Erkenntnisse uns erwarten wenn wir 1...

GAK 03. Sep 2018

Wäre aber toll wenn man mit dem Patent auch eine funktionsfähige Implementierung...

ms (Golem.de) 03. Sep 2018

Ups, hast Recht.


Folgen Sie uns
       


Smarte Wecker im Test

Wir haben die beiden smarten Wecker Echo Show 5 von Amazon und Smart Clock von Lenovo getestet. Das Amazon-Gerät läuft mit dem digitalen Assistanten Alexa, auf dem Lenovo-Gerät läuft der Google Assistant. Beide Geräte sind weit davon entfernt, smarte Wecker zu sein.

Smarte Wecker im Test Video aufrufen
Harmony OS: Die große Luftnummer von Huawei
Harmony OS
Die große Luftnummer von Huawei

Mit viel Medienaufmerksamkeit und großen Versprechungen hat Huawei sein eigenes Betriebssystem Harmony OS vorgestellt. Bei einer näheren Betrachtung bleibt von dem großen Wurf allerdings kaum etwas übrig.
Ein IMHO von Sebastian Grüner


    Arbeit: Hilfe für frustrierte ITler
    Arbeit
    Hilfe für frustrierte ITler

    Viele ITler sind frustriert, weil ihre Führungskraft nichts vom Fach versteht und sie mit Ideen gegen Wände laufen. Doch nicht immer ist an der Situation nur die Führungskraft schuld. Denn oft verkaufen die ITler ihre Ideen einfach nicht gut genug.
    Von Robert Meyer

    1. IT-Forensikerin Beweise sichern im Faradayschen Käfig
    2. Homeoffice Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
    3. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt

    Google Maps: Karten brauchen Menschen statt Maschinen
    Google Maps
    Karten brauchen Menschen statt Maschinen

    Wenn Karten nicht mehr von Menschen, sondern allein von Maschinen erstellt werden, erfinden diese U-Bahn-Linien, Hochhäuser im Nationalpark und unmögliche Routen. Ein kurze Liste zu den Grenzen der Automatisierung.
    Von Sebastian Grüner

    1. Kartendienst Google bringt AR-Navigation und Reiseinformationen in Maps
    2. Maps Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
    3. Google Maps zeigt Bikesharing in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich

      •  /