Smartglass: Fujitsus Datenbrille projiziert Bild auf Netzhaut

Fujitsu hat nach Angaben der Internetseite PCWorld.com(öffnet im neuen Fenster) in dieser Woche einen Prototyp seiner neuen Datenbrille vorgestellt. Anders als etwa die Google Glass oder die Smartglasses von Sony zeigt Fujitsus Modell das Bild nicht auf einem kleinen Display oder auf die Brillengläser gespiegelt an.
Netzhaut statt Display
Stattdessen setzt Fujitsu auf Netzhautprojektion: Das Bild wird direkt ins Auge auf die Retina des Nutzers geworfen. Im linken Brillenbügel ist der entsprechende Projektor eingebaut, der die für die Augen unschädliche Projektion auf zwei kleine Spiegel wirft. Diese leiten das Bild dann auf die beiden Augen des Trägers um. Fokussiert werden muss das Bild nicht. Eine vergleichbare Technik verwendet Avegant in seiner Glyph-Brille .
Laut PCWorld.com soll sich Fujitsus Datenbrille mit einem Smartphone verbinden lassen. Dann sollen Nutzer etwa Internetseiten lesen oder andere Informationen einsehen können. In die Brille ist zudem eine kleine Kamera eingebaut, deren Bild sich der Nutzer ebenfalls auf die Netzhaut projizieren lassen kann.
Entwickelt als Sehhilfe
Fujitsu hat seine Brille als Sehhilfe entwickelt: Das projizierte Kamerabild soll Personen helfen, die über eine eingeschränkte Sicht verfügen. Das aufs Auge geworfene Bild wird laut PCWorld.com als kleines Bild im linken Auge angezeigt – inwieweit dessen Position variabel ist, ist unklar. Sind die Spiegel nicht korrekt justiert, soll das Bild schwer zu erkennen sein.
Fujitsus Datenbrille soll im März 2016 erscheinen, der Preis soll 2.000 US-Dollar betragen. Die Brille soll als Sehhilfe vermarktet werden und in Japan, den USA und Europa erhältlich sein.