• IT-Karriere:
  • Services:

Datenbanksoftware: Kritische, ungepatchte Zeroday-Lücke in MySQL-Server

Angreifer können MySQL-Installationen aus der Ferne mit Schadcode infizieren und so die Kontrolle über die Server übernehmen. Einen Patch für die kritische Sicherheitslücke gibt es noch nicht - jedenfalls nicht bei Oracle.

Artikel veröffentlicht am ,
Oracle hat zwei Sicherheitslücken in MySQL bislang nicht gepatcht.
Oracle hat zwei Sicherheitslücken in MySQL bislang nicht gepatcht. (Bild: Oracle)

Der Sicherheitsforscher Dawid Golunski hat eine kritische Sicherheitslücke in der weit verbreiteten Datenbanksoftware MySQL gefunden. Angreifer können seiner Darstellung zufolge ohne Berechtigung manipulierte Konfigurationsdateien ablegen und so Oracle-MySQL-Server komplett übernehmen. Patches von Oracle gibt es bislang nicht.

Stellenmarkt
  1. ING-DiBa AG, Frankfurt
  2. CipSoft GmbH, Regensburg

Die Sicherheitslücke wurde nach Angaben von Golunski am 29. Juli 2016 an Oracle gemeldet und vom Sicherheitsteam bestätigt. Auch andere betroffene Hersteller wie PerconaDB und MariaDB sollen informiert worden sein. Die beiden Letzteren haben die Lücken am 30 August gepatcht, Oracle bislang nicht.

Angriff aus der Ferne

Die beiden Sicherheitslücken haben die Bezeichnungen CVE-2016-6662 und CVE-2016-6663 erhalten. Die erste der beiden ermöglicht es einem Angreifer, aus der Ferne oder am Rechner individuelle Datenbankeinstellungen in die MySQL-Einstellungen (my.conf) zu schreiben.

Betroffen sind nur Installationen, die in der Standardeinstellung laufen. Nach Angaben von Golunski können Angreifer legitimen Traffic über Phpmyadmin nachahmen oder Code per SQL-Injektionen einschleusen.

CVE-2016-6662 ermöglicht es Angreifern außerdem, die lokale My.conf-Datei zu verändern und bösartigen Angriffscode einzuschleusen, der dann mit Root-Rechten ausgeführt wird. Details zu der anderen Lücke wurden bislang nicht veröffentlicht. Die Lücke soll es über eine Rechteeskalation ermöglichen, Code mit Root-Rechten auszuführen, auch ohne File-Berechtigung.

Galunski hat bislang keinen kompletten Proof-of-Concept (POC) vorgestellt, weil die Lücke noch nicht geschlossen wurde. Möglicherweise erscheint ein Sicherheitspatch erst Ende Oktober an Oracles regulärem Patchday. Eine öffentliche Äußerung von Oracle dazu gibt es bislang nicht, wir haben bei dem Unternehmen angefragt. Uns wurde eine kurzfristige Stellungnahme versprochen.

Bis dahin können Nutzer das Problem begrenzen, indem sie sicherstellen, dass keine der MySQL-Konfigurationsdateien im Besitz von mysql_user ist. Außerdem sollten Nutzer eine Dummy-Version von my.cnf erstellen, die im Besitz von Root sei, aber nicht genutzt werde, schreibt Galunski.

Nachtrag vom 14. September 2016, 14:01 Uhr

Oracle hat gepatchte Versionen von MySQL veröffentlicht, eine öffentliche Stellungnahme des Unternehmens gibt es aber noch nicht. Aktuelle Versionen sind 5.5.52, 5.6.33 und 5.7.15.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 29,32€ (PS4), 29,99€ (Xbox One)
  2. (-5%) 9,49€
  3. (-40%) 23,99€
  4. 13,49€

scroogie 14. Sep 2016

Nope. Folgende gelten z.B. für mysql 5.5: /etc/my.cnf Global options /etc/mysql...

phade 13. Sep 2016

"As temporary mitigations, users should ensure that no MySQL config files are owned by...

yoyoyo 13. Sep 2016

Wer glaubt denn bitte wirklich Oracle interessiert sich dafür ob jemand MySQL benutzt...


Folgen Sie uns
       


Streamen und Aufnehmen in OBS Studio - Tutorial

Wir erläutern in einem kurzen Video die Grundfunktionen von OBS-Studio.

Streamen und Aufnehmen in OBS Studio - Tutorial Video aufrufen
KI-Startup: Regierung bestätigt Treffen mit Augustus Intelligence
KI-Startup
Regierung bestätigt Treffen mit Augustus Intelligence

Der CDU-Politiker Amthor fungierte als Lobbyist für das KI-Startup Augustus Intelligence. Warum sich die Regierung mit der Firma traf, ist weiter unklar.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Texterkennung OpenAIs API beantwortet "Warum ist Brot so fluffig?"
  2. Cornonavirus Instagram macht Datensatz für Maskenerkennung ungültig
  3. KI Software erfindet Wörter und passende Definitionen dazu

Bluetooth-Hörstöpsel mit ANC im Test: Den Airpods Pro hat die Konkurrenz nichts entgegenzusetzen
Bluetooth-Hörstöpsel mit ANC im Test
Den Airpods Pro hat die Konkurrenz nichts entgegenzusetzen

Die Airpods Pro haben neue Maßstäbe bei Bluetooth-Hörstöpseln gesetzt. Sennheiser und Huawei ziehen mit True Wireless In-Ears mit ANC nach, ohne eine Antwort auf die besonderen Vorzüge des Apple-Produkts zu haben.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Bluetooth-Hörstöpsel Google will Klangprobleme beseitigen, Microsoft nicht
  2. Bluetooth-Hörstöpsel Aldi bringt Airpods-Konkurrenz für 25 Euro
  3. Bluetooth-Hörstöpsel Oppos Airpods-Alternative kostet 80 Euro

Kumpan im Test: Aussehen von gestern, Technik von morgen
Kumpan im Test
Aussehen von gestern, Technik von morgen

Mit der Marke Kumpan Electric wollen drei Brüder aus Remagen den Markt für elektrische Roller erobern. Sie setzen auf den Look der deutschen Wirtschaftswunderjahre, wir haben ein Modell getestet.
Ein Praxistest von Dirk Kunde

  1. Venturi Wattman Rekordversuch mit elektrischem Motorrad mit Trockeneis
  2. Mobility Swapfiets testet Elektroroller im Abo
  3. Elektromobilität Volabo baut Niedrigspannungsmotor in Serie

    •  /