Datenbanken: Ein Fünftel der Microsoft-SQL-Server im Netz sind veraltet
Am 9. Juli 2024 wird Microsoft auch den erweiterten Support für SQL Server 2014 einstellen. Kunden sollten daher aufpassen: Laut einer Analyse des Dienstleisters Lansweeper(öffnet im neuen Fenster) ( via The Register(öffnet im neuen Fenster) ) werden dann weitere 12 Prozent der im Internet agierenden Microsoft-SQL-Datenbankserver nicht mehr unterstützt(öffnet im neuen Fenster) .
Zusätzlich dazu verwenden etwa 8 Prozent der Unternehmen Server mit noch älterem SQL 2005 (2,42 Prozent) oder SQL Server 2008 (7,74 Prozent). Dazu kommt ein Anteil von 9,11 Prozent für SQL Server 2012 und weitere 0,45 Prozent für SQL Server 2008 R2. Insgesamt werden ab dem Stichtag knapp ein Drittel der im Internet zugänglichen Microsoft-SQL-Server nicht mehr unterstützt. Sie gelten deshalb als unsichere Akteure im Netz.
Update von SQL Server ist nicht einfach
Kunden können wie bei Windows Server und Windows-Desktop-Betriebssystemen allerdings kostenpflichtig weiteren Support einkaufen. Insgesamt drei Jahre lang können die Server mit SQL Server 2014 so weiter mit Updates versorgt werden. Der finale Endtermin für solche Kunden ist der 12. Juli 2027.
Die von Lansweeper erhobenen Daten beziehen sich auf einen Snapshot vom Mai 2024 und umfassen laut Hersteller etwa 1,1 Millionen Microsoft-SQL-Server im Internet. Die vom Unternehmen herausgegebenen Zahlen können deshalb als repräsentativ angesehen werden.
Dabei dürfte es nicht einfach sein, Server einfach so auf eine neue und sicherere Version von SQL Server zu aktualisieren. Auf einer solchen Datenbank werden typischerweise in Unternehmen genutzte Apps aufgebaut. Mit einem Serverwechsel müssten diese teilweise ebenfalls schon alten Legacy-Programme ebenfalls angepasst werden.



