Abo
  • IT-Karriere:

Datenbank: MongoDB wechselt Lizenz

Die Datenbank MongoDB wechselt von der AGPL zu einer neuen Lizenz. MongoDB bezeichnet die neue Lizenz als Open Source, aber es dürfte fraglich sein, ob das tatsächlich der Fall ist.

Artikel veröffentlicht am , Hanno Böck
MongoDB nutzt eine neue Lizenz - als Reaktion auf die Angebote von Cloudprovidern.
MongoDB nutzt eine neue Lizenz - als Reaktion auf die Angebote von Cloudprovidern. (Bild: MongoDB)

Die Entwickler der Datenbank MongoDB nutzen in Zukunft eine neue Softwarelizenz mit Namen Server Side Public License (SSPL). Diese soll verhindern, dass Cloud-Provider die Software nutzen, ohne Code zurückzugeben. Die Einschränkungen der Lizenz dürften für einigen Interpretationsspielraum sorgen. In einer FAQ erläutern die Entwickler die neue Lizenz.

Stellenmarkt
  1. Technische Universität Berlin, Berlin
  2. Voith Group, Heidenheim an der Brenz, York (USA), Sao Paulo (Brasilien), Västerås (Schweden)

Die neue Lizenz enthält eine Einschränkung, die vorsieht, dass jeder, der die Software als Service verfügbar macht, den Quellcode des Services ebenfalls unter dieser Lizenz veröffentlichen muss. Das beinhaltet, so der Lizenztext, auch den Code für alle Programme, die für das Management, für Nutzerinterfaces, für Monitoring oder für Backups genutzt werden.

MongoDB hat Lizenz bei OSI eingereicht

Damit dürfte es nur schwer praktikabel sein, Services auf Basis von MongoDB anzubieten. So wäre beispielsweise ein Service, der für Monitoring oder Backups eine proprietäre Software bereitstellt, nicht in der Lage, MongoDB anzubieten. Selbst eine Nutzung von GPL-Software wäre nicht möglich, da man deren Code ja unter der Lizenz der SSPL veröffentlichen muss.

Trotz dieser Einschränkungen ist MongoDB der Ansicht, dass diese Lizenz eine Open-Source-Lizenz ist. MongoDB hat die Lizenz der Open Source Initiative (OSI) vorgelegt. Die Open Source Initiative gilt als die maßgebliche Instanz zur Beurteilung von Open-Source-Lizenzen, da sie den Begriff geprägt und eine ausführliche Definition dazu geschrieben hat.

OSI-Vizechefin kritisiert Vorgehen von MongoDB

Bei der OSI ist man vom Vorgehen von MongoDB wenig begeistert. Auf Hacker News äußerte sich Vicky Brasseur, Vizepräsidentin der OSI. Demnach hatte MongoDB die Lizenz der OSI vorgelegt und gleichzeitig die Lizenzänderung öffentlich angekündigt. "Wir hätten uns gewünscht, dass sie diesen Prozess vor der Ankündigung starten", so Brasseur. Es gäbe einige Fragen in Bezug auf die neue Lizenz. Brasseur empfielt Nutzern, vorerst bei der alten AGPL-lizensierten Version von MongoDB zu bleiben, um rechtliche Risiken zu vermeiden.

Vor einigen Wochen hatte die Datenbank Redis angekündigt, einige Module unter einer ebenfalls neuen Lizenz zu veröffentlichen. Bei dieser sogenannten Commons Clause handelt es sich nicht um eine Open-Source-Lizenz, allerdings betrifft sie nur einige Module. Der Code der Redis-Hauptanwendung steht weiterhin unter einer BSD-Lizenz.

Die Begründungen von Redis und MongoDB ähneln sich: Beide sind verärgert darüber, dass Cloud-Anbieter ihre Software als Service anbieten, aber zu wenig an die Community zurückgeben.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Nikon D5600 Kit 18-55 mm + Tasche + 16 GB für 444€ statt 525€ ohne Tasche und...
  2. (heute u. a. iRobot Roomba 960 für 399€ statt ca. 460€ im Vergleich)
  3. 399€ + Versand oder kostenlose Marktabholung (Vergleichspreis ab 443€)

Trockenobst 17. Okt 2018

Bei den Tools mit AGPL gilt das für weiterentwickelte PHP Foren und Zeug https://de...

Trockenobst 17. Okt 2018

Mongo beschäftigt nach dem Börsengang ca. 1000 Leute. Mal sehen wer diese bezahlen wird...

bofhl 17. Okt 2018

Irgendwie verstehe ich das Ganze nicht: -da wird Software zur Nutzung und eigenen...


Folgen Sie uns
       


Radeon RX 5700 (XT) - Test

Die Navi-10-Grafikkarten schlagen die Geforce RTX 2060(S), benötigen aber etwas mehr Energie und unterstützen kein Hardware-Raytracing, dafür sind sie günstiger.

Radeon RX 5700 (XT) - Test Video aufrufen
Google Game Builder ausprobiert: Spieldesign mit Karten statt Quellcode
Google Game Builder ausprobiert
Spieldesign mit Karten statt Quellcode

Bitte Bild wackeln lassen und dann eine Explosion: Solche Befehle als Reaktion auf Ereignisse lassen sich im Game Builder relativ einfach verketten. Der Spieleeditor des Google-Entwicklerteams Area 120 ist nicht nur für Einsteiger gedacht - sondern auch für Profis, etwa für die Erstellung von Prototypen.
Von Peter Steinlechner

  1. Spielebranche Immer weniger wollen Spiele in Deutschland entwickeln
  2. Aus dem Verlag Neue Herausforderungen für Spieler und Entwickler

Nachhaltigkeit: Jute im Plastik
Nachhaltigkeit
Jute im Plastik

Baustoff- und Autohersteller nutzen sie zunehmend, doch etabliert sind Verbundwerkstoffe mit Naturfasern noch lange nicht. Dabei gibt es gute Gründe, sie einzusetzen, Umweltschutz ist nur einer von vielen.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Autos Elektro, Brennstoffzelle oder Diesel?
  2. Energie Wo die Wasserstoffqualität getestet wird
  3. Energiespeicher Heiße Steine sind effizienter als Brennstoffzellen

Noise Cancelling Headphones 700 im Test: Boses bester ANC-Kopfhörer sticht Sony vielfach aus
Noise Cancelling Headphones 700 im Test
Boses bester ANC-Kopfhörer sticht Sony vielfach aus

Bose schafft mit seinen neuen Noise Cancelling Headphones 700 eine fast so gute Geräuschreduzierung wie Sony und ist in manchen Punkten sogar besser. Die Kopfhörer haben uns beim Testen aber auch mal genervt.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Bose Frames im Test Sonnenbrille mit Musik
  2. Noise Cancelling Headphones 700 ANC-Kopfhörer von Bose versprechen tollen Klang
  3. Frames Boses Audio-Sonnenbrille kommt für 230 Euro nach Deutschland

    •  /