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Datenbank: MongoDB wechselt Lizenz

Die Datenbank MongoDB wechselt von der AGPL zu einer neuen Lizenz. MongoDB bezeichnet die neue Lizenz als Open Source, aber es dürfte fraglich sein, ob das tatsächlich der Fall ist.

Artikel veröffentlicht am , Hanno Böck
MongoDB nutzt eine neue Lizenz - als Reaktion auf die Angebote von Cloudprovidern.
MongoDB nutzt eine neue Lizenz - als Reaktion auf die Angebote von Cloudprovidern. (Bild: MongoDB)

Die Entwickler der Datenbank MongoDB nutzen in Zukunft eine neue Softwarelizenz mit Namen Server Side Public License (SSPL). Diese soll verhindern, dass Cloud-Provider die Software nutzen, ohne Code zurückzugeben. Die Einschränkungen der Lizenz dürften für einigen Interpretationsspielraum sorgen. In einer FAQ erläutern die Entwickler die neue Lizenz.

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Die neue Lizenz enthält eine Einschränkung, die vorsieht, dass jeder, der die Software als Service verfügbar macht, den Quellcode des Services ebenfalls unter dieser Lizenz veröffentlichen muss. Das beinhaltet, so der Lizenztext, auch den Code für alle Programme, die für das Management, für Nutzerinterfaces, für Monitoring oder für Backups genutzt werden.

MongoDB hat Lizenz bei OSI eingereicht

Damit dürfte es nur schwer praktikabel sein, Services auf Basis von MongoDB anzubieten. So wäre beispielsweise ein Service, der für Monitoring oder Backups eine proprietäre Software bereitstellt, nicht in der Lage, MongoDB anzubieten. Selbst eine Nutzung von GPL-Software wäre nicht möglich, da man deren Code ja unter der Lizenz der SSPL veröffentlichen muss.

Trotz dieser Einschränkungen ist MongoDB der Ansicht, dass diese Lizenz eine Open-Source-Lizenz ist. MongoDB hat die Lizenz der Open Source Initiative (OSI) vorgelegt. Die Open Source Initiative gilt als die maßgebliche Instanz zur Beurteilung von Open-Source-Lizenzen, da sie den Begriff geprägt und eine ausführliche Definition dazu geschrieben hat.

OSI-Vizechefin kritisiert Vorgehen von MongoDB

Bei der OSI ist man vom Vorgehen von MongoDB wenig begeistert. Auf Hacker News äußerte sich Vicky Brasseur, Vizepräsidentin der OSI. Demnach hatte MongoDB die Lizenz der OSI vorgelegt und gleichzeitig die Lizenzänderung öffentlich angekündigt. "Wir hätten uns gewünscht, dass sie diesen Prozess vor der Ankündigung starten", so Brasseur. Es gäbe einige Fragen in Bezug auf die neue Lizenz. Brasseur empfielt Nutzern, vorerst bei der alten AGPL-lizensierten Version von MongoDB zu bleiben, um rechtliche Risiken zu vermeiden.

Vor einigen Wochen hatte die Datenbank Redis angekündigt, einige Module unter einer ebenfalls neuen Lizenz zu veröffentlichen. Bei dieser sogenannten Commons Clause handelt es sich nicht um eine Open-Source-Lizenz, allerdings betrifft sie nur einige Module. Der Code der Redis-Hauptanwendung steht weiterhin unter einer BSD-Lizenz.

Die Begründungen von Redis und MongoDB ähneln sich: Beide sind verärgert darüber, dass Cloud-Anbieter ihre Software als Service anbieten, aber zu wenig an die Community zurückgeben.



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Trockenobst 17. Okt 2018

Bei den Tools mit AGPL gilt das für weiterentwickelte PHP Foren und Zeug https://de...

Trockenobst 17. Okt 2018

Mongo beschäftigt nach dem Börsengang ca. 1000 Leute. Mal sehen wer diese bezahlen wird...

bofhl 17. Okt 2018

Irgendwie verstehe ich das Ganze nicht: -da wird Software zur Nutzung und eigenen...


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Vom Junior-Projektleiter zum IT-Director konnte Florian Schader sämtliche Facetten der IT-Welt gestalten und hat eine Leidenschaft entwickelt, diese Erfahrungen weiterzugeben. Seine Grundmotivation ist die aktive Weitergabe seiner 20-jährigen Projekt- und Leitungserfahrung im IT-Umfeld, der Erfolg von Projekten und die aktive Weiterentwicklung von Menschen. Dabei stellt er immer den Bezug zur Praxis her. Als Trainer und Coach ist er spezialisiert auf Projektmanagement und Führungskräfteentwicklung.

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