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Der Datenbank-Spezialist MongoDB will offenbar an die Börse.
Der Datenbank-Spezialist MongoDB will offenbar an die Börse. (Bild: MongoDB)

Datenbank: MongoDB bereitet offenbar Börsengang vor

Der Datenbank-Spezialist MongoDB will offenbar an die Börse.
Der Datenbank-Spezialist MongoDB will offenbar an die Börse. (Bild: MongoDB)

Einem Medienbericht zufolge hat das MongoDB-Unternehmen damit begonnen, an die Börse zu gehen. Entsprechende Formulare seien bei der Börsenaufsicht eingereicht worden. Die Geschäfte umfassen Dienstleistungen zur gleichnamigen Datenbank und Cloudhosting.

Der Hauptsponsor und -Entwickler der freien NoSQL-Datenbank MongoDB bereitet offenbar einen Börsengang vor, der im Herbst dieses Jahres stattfinden könnte. Das berichtet das in der US-Start-Up-Szene gut vernetzte Magazin Techcrunch unter Berufung auf anonyme Quellen. Das Unternehmen, das wie seine Datenbank heißt, hat demnach bereits entsprechende Formblätter bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht.

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Dieser Vorgang (englisch Filing) ist eigentlich öffentlich. Dank neuer Regelungen, die den Börsenmarkt beleben sollen, kann dies aber auch vertraulich geschehen, wovon offenbar immer mehr Unternehmen Gebrauch machen. Der Vorteil daran ist, dass die interne Finanzlage erst wenige Wochen vor der sogenannten Roadshow offengelegt werden muss. So hat MongoDB etwas mehr Zeit, seine Finanzen im Sinne möglicher Investoren zu verändern, ohne dass die Investoren dies öffentlich nachvollziehen können.

Ernstzunehmende Open-Source-Geschäfte

MongoDB hat seit seiner Gründung vor zehn Jahren mehr als 300 Millionen US-Dollar Risikokapital gesammelt und wurde bereits vor gut zweieinhalb Jahren mit 1,6 Milliarden US-Dollar bewertet. Dieser Wert dürfte sich seitdem angesichts des starken Wachstums von Cloud- und Big-Data-Geschäften noch erhöht haben.

In einem Interview Anfang dieses Jahres sagte MongoDB-Chef Dev Ittycheria, das Unternehmen könne Einnahmen im neunstelligen Bereich sowie zweistellige Wachstumsraten vorweisen. Im Frühjahr dieses Jahres berichtete schließlich das Wall Street Journal, dass Investmentbanker von Goldman Sachs und Morgan Stanley den Börsengang von MongoDB vorbereiteten.

Geld verdient das Unternehmen mit klassischen Open-Source-Geschäften wie Dienstleistungen rund um die Datenbank für seine Kunden, zu denen unter anderem Adobe, Ebay, Expedia, der Versandhändler Otto, Bosch, Forbes, Buzzfeed oder die Citigroup gehören. Darüber hinaus bietet das Unternehmen mit Atlas auch ein eigenes Cloud-Hosting der Datenbank an.

Für Schlagzeilen sorgte MongoDB damit, dass einige Installationen der Datenbanken durch schlechte Wartung oder durch Sicherheitslücken angreifbar waren. Das führte zum Verlust von privaten Daten von Kindern, knapp 60 Millionen Datensätzen eines Dienstleisters oder auch von Sprachdaten, die ein smartes Plüschtier aufgenommen hatte. Auch für Angriffe zum Erpressen von Lösegeld sind MongoDB-Instanzen schon übernommen worden. Der MongoDB-Hersteller versucht, dem durch das Absichern der Standard-Konfiguration sowie durch verschiedene Sicherheitsempfehlungen an seine Nutzer entgegenzuwirken.


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