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Daten abgeflossen: Cyberangriff trifft hessische Polizeihochschule

Betroffen sind Daten , die teilweise bis ins Jahr 2010 zurückreichen - darunter Namen, Adressen, Kfz-Kennzeichen, Steuernummern, Bankverbindungen und Gesundheitsdaten.
/ Marc Stöckel
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Hacker erbeuten Daten einer hessischen Polizeihochschule. (Bild: HAUKE-CHRISTIAN DITTRICH/AFP via Getty Images)
Hacker erbeuten Daten einer hessischen Polizeihochschule. Bild: HAUKE-CHRISTIAN DITTRICH/AFP via Getty Images

Die Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit (HöMS) hat bestätigt, zwischen dem 8. und 13. Februar Ziel eines Cyberangriffs geworden zu sein, bei dem eine Ransomware zum Einsatz gekommen ist. Nach aktuellen Ermittlungserkenntnissen müsse von einem Datenabfluss ausgegangen werden, heißt es in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) . Betroffen seien davon auch personenbezogene Daten.

In einem an Betroffene gerichteten und auf der Webseite der Hochschule veröffentlichten Informationsschreiben (PDF)(öffnet im neuen Fenster) geht die HöMS diesbezüglich weiter ins Detail und nennt Daten, die "zumindest teilweise bis 2010" zurückreichen. Ziel des Angriffs war demnach das "alte" Netz der ehemaligen Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung (HfPV).

Als potenziell betroffene Personengruppen benennt die Hochschule Studierende der Fachbereiche Verwaltung und Polizei sowie Beschäftigte, Lehrbeauftragte und Geschäftspartner der HfPV und "andere Personen" . Zu den potenziell exfiltrierten Daten zählen Namen, Wohnanschriften, E-Mail-Adressen, nicht näher spezifizierte Bilder, Rufnummern, Kfz-Kennzeichen, Steuernummern, Bankverbindungen und Gesundheitsinformationen wie Krankmeldungen und Impfdaten.

HöMS warnt vor möglichem Datenmissbrauch

Nach Bekanntwerden des Angriffs sei das alte HfPV-Netz, von dem aus die HöMS übergangsweise noch einzelne Restanwendungen betrieben habe, abgeschaltet und vom Internet getrennt worden, heißt es in der Pressemitteilung. Ferner sei Strafanzeige erstattet worden. Die Ermittlungen habe die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität bei der hessischen Generalstaatsanwaltschaft übernommen, berichtet die FAZ(öffnet im neuen Fenster) .

Die HöMS warnt Betroffene in ihrem Schreiben vor einem möglichen Missbrauch ihrer Daten und einer Verletzung ihrer Privatsphäre und bittet diesbezüglich "um erhöhte Wachsamkeit" . Es bestehe ein erhöhtes Risiko von Social-Engineering- oder Phishing-Angriffen. Auch Identitätsdiebstahl könne nicht ausgeschlossen werden. Für Fragen der Betroffenen hat die Hochschule eine Hotline sowie ein E-Mail-Postfach eingerichtet.


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