Dateitransfer: Pipe macht Echtzeit-Filesharing über Facebook möglich

Mit der Facebook-App Pipe können große Dateien übertragen werden - in Echtzeit über eine Peer-to-Peer-Verbindung. Zwischengeschaltete Server gibt es nur im Notfall.

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Datei per Drag-and-Drop übertragen
Datei per Drag-and-Drop übertragen (Bild: Screenshot Golem.de)

Es gibt viele Möglichkeiten, Dateien über das Netz zu verschicken - Dropbox zum Beispiel ist eine oder auch Skype bietet das an.

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Das Berliner Startup Pipe hat eine Facebook-App entwickelt, mit der auch Nutzer von Facebook Dateien mit bis zu 1 GByte Größe in Echtzeit an einen Freund übertragen können. Bei Pipe wird eine Peer-to-Peer-Verbindung zwischen den beiden Nutzern aufgebaut. Server sind keine dazwischengeschaltet.

Sieht aus wie bei Mario - und funktioniert auch so

Die optische Ähnlichkeit zwischen den Röhren von Videospiel-Ikone Mario und der Pipe-App sind nicht zufällig, wie Gründer Simon Hossell verrät: "Mario springt in ein Rohr und kommt aus einem anderen wieder raus. Das ist auch alles, was man über Pipe wissen muss, denn so funktioniert es."

Für den Nutzer ist Pipe tatsächlich denkbar einfach: Die App wird mit einem Klick dem eigenen Facebook-Profil hinzugefügt. Danach kann der Nutzer einen Kontakt aus seiner Freundesliste auswählen, an den die Datei gesendet werden soll. Per Drag-and-Drop wird diese auf das Rohrende gezogen. Alternativ ist auch ein Klick auf das Rohr möglich. Dann öffnet sich der Dateimanager. Dort kann die zu übertragende Datei auch ausgewählt werden. Der Empfänger bekommt eine Nachricht, dass eine Übertragung gewünscht wird. Nachdem er die Mitteilung bestätigt hat, geht es auch schon los.

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Bei der Übertragung sieht jeder der beiden Nutzer anhand einer Markierung den Fortschritt. Diese Markierung sieht sowohl beim Sender als auch beim Empfänger gleich aus. Die Linie bewegt sich im Uhrzeigersinn um das Rohr herum.

Bei Pipe müssen beide Nutzer online sein

Grundvoraussetzung für die Datenübertragung über Pipe ist, dass Sender und Empfänger gleichzeitig online sind. Einen nachträglichen Versand gibt es nicht. Für das Startup hat die serverlose Datenübertragung mehrere Vorteile: Serverkosten fallen nicht an und das Unternehmen kann nicht für den Datentransfer haftbar gemacht werden.

"Die Leute fangen an, sich die Datenschutzbestimmungen zum Beispiel bei Dropbox, Google und Microsoft ganz genau durchzulesen", sagt Hossell. "Dabei stellen sie fest, dass sie Rechte an den eigenen Daten abgeben. Wenn sie jedoch Inhalte von Browser zu Browser weitergeben, müssen sie sich damit nicht beschäftigen."

Datentransfer über Adobes RTMFP

Die Datentransfers werden über das Protokoll Adobe Real Time Media Flow (RTMFP) abgewickelt, das der Flash Player ab Version 10 unterstützt. RTMFP erlaubt den Aufbau direkter Peer-to-Peer-Verbindungen, so dass Pipe Dateien direkt zwischen zwei Nutzern übertragen kann, ohne dass der Umweg über einen Server notwendig ist. Sollte es aufgrund der Netzwerkgegebenheiten nicht möglich sein, eine solche direkte Verbindung aufzubauen, leitet Pipe den Datentransfer über einen Server. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch Skype. RTMFP basiert auf einer von Amicima entwickelten Technik. Das Unternehmen hat Adobe 2006 übernommen.

Das bedeutet, ohne Flash Player kann Pipe nicht genutzt werden, und das gilt sowohl für Sender als auch Empfänger.

Nach einem erfolgreichen Start will Hossell zusammen mit seinem Team das Konzept von Pipe auch auf andere Plattformen übertragen. Der Dienst soll dann jederzeit und über jedes Gerät den direkten Datenversand erlauben.

Vorerst nur mit Einladung

Pipe wird zum Start nur über Nutzereinladungen freigegeben. Golem.de-Leser können sich hier registrieren und bekommen ein Passwort zugesandt, mit dem sie die App freischalten können.

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elgooG 30. Mai 2012

/+1 Dachte ich auch sofort. :D ...lasst die arme Katze in Ruhe! (=^.^=)

SoniX 30. Mai 2012

Wenn ich drüber nachdenke.. Ja. Ist eh überall das selbe. Ob nun WhatsApp, Cloud oder...

katzenpisse 30. Mai 2012

Das kommt ja wohl auf die Daten an.

katzenpisse 30. Mai 2012

Weil ich kein Skype und ICQ mehr benutze, weil ich über FB eh mehr Leute erreiche und...



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