Dateisystem: OpenZFS soll einheitliches Repository bekommen

Mehrere Jahre nach Projektgründung soll die freie Weiterentwicklung des Dateisystems ZFS endlich in einem einheitlichen Repository von OpenZFS gepflegt werden. Damit wird der Code von Linux und FreeBSD zusammengelegt.

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OpenZFS will die Ports seiner ZFS-Implementierungen zusammenführen.
OpenZFS will die Ports seiner ZFS-Implementierungen zusammenführen. (Bild: rhaamo/Flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Nach der Übernahme von Sun durch Oracle bildeten sich viele Community-Weiterführungen der Technik von Sun. So beschlossen auch die Betreuer und Entwickler des Dateisystems ZFS, ihre Anstrengungen in dem OpenZFS-Projekt zu bündeln. Das damals zur Gründung formulierte Ziel, die ZFS-Implementierungen zu vereinheitlichen, will die Community nun nach mehr als sechs Jahren endlich umsetzen und ein einheitliches Code-Repository für die Entwicklung nutzen.

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Das hat der Entwickler Matt Ahrens auf der Keynote des diesjährigen OpenZFS Summits angekündigt (PDF). Ahrens war einer der Architekten des Dateisystems ZFS bei Sun und hat auch das OpenZFS-Projekt mitbegründet. Dem Vortrag zufolge soll das Einheitsrepository von OpenZFS den Dateisystem-Code von FreeBSD sowie jenen von ZFS on Linux (ZoL) bündeln.

Die Grundlage der Arbeiten soll der Code von ZoL bilden. Das ist wenig überraschend, da die FreeBSD-Entwickler schon vor knapp einem Jahr angekündigt haben, künftig auf ZoL als Codequelle zu wechseln. Um den Code aber tatsächlich zusammenzuführen, müssen einige Linux-spezifische Bestandteile zunächst daraus heraus abstrahiert werden. Ebenso soll bisher nur in FreeBSD genutzter Code künftig in der Upstream-Quelle bereitstehen und das Team muss technische Probleme lösen wie die unterschiedlichen Standard-Compiler der Betriebssysteme (GCC und LLVM).

Aktuellen Planungen zufolge soll aus dem vereinheitlichten Repository heraus bereits im kommenden Jahr die Version OpenZFS 2.0 veröffentlicht werden. Danach plant das Team schließlich, ungefähr jährlich neue Versionen zu veröffentlichen. Künftig könnte dann auch der Support für MacOS zu dem vereinheitlichten OpenZFS-Repo hinzukommen.

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