Dateisystem: FreeBSD wechselt auf OpenZFS-Code

Mehr als eineinhalb Jahre nach der ersten Ankündigung ist der Dateisystem-Code von OpenZFS in den Hauptzweig des freien Betriebssystems FreeBSD integriert(öffnet im neuen Fenster) worden. In der Nachricht zu dem Beitrag heißt es: "Der Hauptvorteil besteht in der Aufrechterhaltung einer vollständig gemeinsam genutzten Codebasis mit der Community, so dass FreeBSD neue Funktionen früher und mit weniger Aufwand erhalten kann."
Bisher wurde in FreeBSD offiziell noch der ursprüngliche Port von ZFS aus Opensolaris gepflegt. Seit dem Ende der Pflege von Opensolaris durch Sun beziehungsweise dessen Nachfolger Oracle haben sich jedoch die verschiedenen Implementierungen von ZFS auf unterschiedlichen Betriebssystemen in Details teilweise voneinander weg entwickelt. Trotz mehrerer Versuche einer koordinierten Zusammenarbeit unterschieden sich die Portierungen und für verschiedene Betriebssysteme genutzten ZFS-Implementierungen nach wie vor voneinander.
Dabei erhielt vor allem ZFS von Linux schnell eine größere Community und viel Unterstützung durch Unternehmen, die den ZFS-Port für Linux nutzen. Auch deshalb hat das FreeBSD-Projekt bereits Ende 2018 darüber diskutiert , ihre Codequelle für ZFS auf den Linux-Port zu wechseln. Dieser ist damit eine Art neue Hauptquelle für die Weiterentwicklung der freien Implementierung von ZFS geworden.
Die Arbeiten an der einheitlichen Codebasis für Linux und FreeBSD werden seit vergangenem Jahr als Teil des OpenZFS-Projekts vorangetrieben . Sie sind nun so weit fortgeschritten, dass der Code eben in FreeBSD aufgenommen werden konnte. Das Team hat dafür noch einige Fehler behoben und die Behebung weniger kritischer Probleme soll noch folgen. Dafür steht bereits Code zur Verfügung, der bald eingepflegt werden soll.