Dateisystem: Experimenteller Windows-Treiber für Btrfs erschienen
Das Dateisystem Btrfs gilt als künftiger Standard für Linux und wird bereits von Suse sowie Red Hat in ihren Enterprise-Distributionen oder auch von Facebook eingesetzt. Auf Github ist nun ein Treiber(öffnet im neuen Fenster) erschienen, mit dem Btrfs auch unter Windows genutzt werden können soll. Noch befindet sich das Projekt mit dem Namen WinBtrfs aber in einem sehr experimentellen Status.
So heißt es in der Beschreibung, dass Tester besser davon ausgehen sollten, dass nach einem Einsatz das gesamte Dateisystem zerstört werden könnte. An einen produktiven Einsatz ist damit also nicht zu denken. Immerhin werden aber bereits grundlegende Funktionen wie das Lesen und Schreiben von Btrfs-Partitionen unterstützt, ebenso wie das Auffinden der Partitionen unter Windows oder auch Caching.
Viele Funktionen fehlen noch
Noch nicht genutzt werden können RAID-Konfigurationen, Kompression, asynchrones Lesen und Schreiben oder auch einige spezifische Einstellungsoptionen. Zwar können Zugriffssteuerungslisten (ACL) bereits gelesen und gesetzt werden, der Treiber befolgt die darin beschriebenen Rechte allerdings noch nicht. Auch die auf Linux-Systemen häufig verwendeten symbolischen Verknüpfungen (Symlinks) lassen sich noch nicht nutzen.
Für Tester steht eine ausführbare Datei bereit, die den Treiber in den Arbeitsspeicher lädt. Eine dauerhafte Installation ist ebenso möglich. Zur Kompilierung wird das Windows Driver Development Kit benötigt sowie Microsofts Visual Studio. Das Bauen des Treibers mit Hilfe von GCC verursache derzeit aber Probleme.
Der Code ist eine Neuimplementierung, nutzt keine Bestandteile aus der Linux-Version und steht unter der LGPL.
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