Dateimanager: Salamander erscheint in Version 4.0 und wird kostenlos
Der Altap Salamander ist in einer neuen Version erschienen und gleichzeitig wurde Altap übernommen, das ist über das Changelog mit der Versionsnummer 4.0 erkennbar(öffnet im neuen Fenster) . Altaps alternativer Windows-Dateimanager Salamander, älteren Nutzern auch als Servant Salamander bekannt, gehört damit zur Fine Company(öffnet im neuen Fenster) . Das Prager Unternehmen stellt Ingenieurssoftware her, die bei der Berechnung von geotechnischen Problemen hilft. Das passt nicht ganz zum Nutzungsprofil eines Dateimanagers. Altap ist allerdings auch ein tschechisches Unternehmen.
Im Zuge der Übernahme wurde der Salamander zur Freeware deklariert(öffnet im neuen Fenster) . Der Dateimanager stammt noch aus der Shareware-Ära. Salamander kann sowohl kommerziell als auch privat kostenlos genutzt werden.
Die Version 4.0 modernisiert Salamander erheblich. Die letzte Hauptversion ist schließlich nach einer sehr langen Betaphase im Jahr 2014 erschienen und wurde bis Ende 2016 gepflegt. Die neue Version beherrscht unter anderem den Umgang mit fein aufgelösten Displays und die jeweiligen Windows-Techniken zur besseren Darstellung innerhalb des Betriebssystems, sollte der Anwender skalieren.
Zudem wurde OpenSSL aktualisiert. Obsolete Plugins wie UnACE und Diskcopy wurden entfernt. Schließlich wurden einige Fehler beseitigt und an kleineren Stellen Verbesserungen vorgenommen.
Während Salamander 3.0 offiziell Windows 2000, XP und Vista unterstützte, setzt die neue Version mindestens Windows 7 voraus. Altap hat auch den Compiler gewechselt. Das Programm wurde unter Visual C++ 2019 entwickelt. Die alten Salamander sind aber weiterhin auf der Homepage herunterladbar. Wer also noch einmal an ein Altsystem muss, kann weiterhin Salamander nutzen.
Salamander, wie auch der bekanntere Schweizer Total Commander (vormals Windows Commander) von Christian Ghisler, hat seinen Ursprung in der Mitte der 1990er Jahre, als der Norton Commander noch eines der wichtigsten PC-Werkzeuge zum Bewegen, Packen und Entpacken von Dateien war. Beide Programme führen das Zwei-Fenster-Konzept bis heute fort und die Entwickler wie auch Anwender blieben den Programmen treu. Im vergangenen Vierteljahrhundert sind zahlreiche Programme gekommen und auch wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwunden.



