Data Mining: Amazon lehnt Buchbesprechung wegen privater Kontakte ab

Amazon betreibt offensichtlich Datamining, um zu verhindern, dass Freunde sich gegenseitig mit positiven Buchrezensionen helfen. Einer Autorin und Bloggerin wurden Informationen über dieses Verfahren jetzt verweigert.

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Amazon nutzt offenbar intensives Datamining, um gefälschte Rezensionen zu verhindern.
Amazon nutzt offenbar intensives Datamining, um gefälschte Rezensionen zu verhindern. (Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images)

Amazon hat die E-Book-Besprechung einer Autorin und Bloggerin in den USA abgelehnt, weil sie private Kontakte zu dem Autor habe. Das berichtet Bloggerin Imy Santiago und belegt den Vorgang durch zahlreiche Screenshots. Woher der Internetkonzern diese Informationen hat, sei ein Geschäftsgeheimnis.

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Sie habe das E-Book, dessen Titel und Autor nicht genannt wird, gekauft, eine Buchrezension geschrieben und versucht, diese bei Amazon zu veröffentlichen, schreibt Santiago. Da sie die Serie nach eigenen Aussagen "sehr liebt", dürfte es sich um eine positive Besprechung handeln. Sie erhielt von Amazon einen Hinweis, dass ihre Rezension nicht publiziert wurde, "weil sie den Autor persönlich kennt".

Santiago erklärte dem Amazon-Mitarbeiter, dass es üblich sei, dass sich Autoren online begegnen. Ihre Verbindungen zu anderen Autoren beschränkten sich auf Twitter, Facebook, Google+, tsu und Goodreads. "Meine Bewertungen sind zu hundert Prozent unvoreingenommen", betonte Santiago. "Ich würde gerne wissen, wer Ihnen die Informationen gab, dass ich den Autor kennen würde."

Amazons Review-Moderator erwiderte, dass das Geschäftsmodell des Onlinehändlers "geschützt" sei, weshalb keine Informationen dazu herausgegeben würden, woher die Informationen stammen. Weitere Informationen dazu könnten nicht herausgegeben werden und weitere Nachfragen würden "vielleicht nicht beantwortet".

Amazon überwacht Verfasser von Buchrezensionen

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Offenbar betreibt Amazon intensives Datamining, um gefälschte Buchbesprechungen zu verhindern. Bereits im Dezember 2013 hatte Amazon.com Tausende Bewertungen von Büchern gelöscht. In einer Erklärung an einige der betroffenen Autoren heißt es: "Wir erlauben keine Buchbesprechungen von Personen oder Firmen mit finanziellem Interesse an dem Titel oder an einem konkurrierenden Produkt. Das schließt die Autoren ein."

Der Autor M. E. Franco beklagte in seinem Blog, dass Rezensionen seiner Bücher, die seine Schwester und sein bester Freund verfasst hätten, entfernt worden seien. Der Autorin Michelle Gagnon wurden drei positive Rezensionen von Amazon gestrichen. Sie wundert sich, wie der Internethandelskonzern habe wissen können, dass sie einen der Verfasser, einen langjährigen Fan, kenne.

Amazon beherrscht ein Drittel des Umsatzes des US-Buchmarktes und nutzt Buchbesprechungen beim Verkauf. Einige Mystery-Autoren wie R. J. Ellory, Stephen Leather und John Locke haben zugegeben, gefälschte Buchrezensionen gezielt gefördert zu haben.

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Clown 13. Jul 2015

Wobei genau die Möglichkeit des Aussortierens immer schwieriger/uniteressanter wird, je...

Clown 13. Jul 2015

Find ich nicht. Das ist dann eben ein Kollateralschaden. Soooo viele Freunde wirds nicht...

Clown 10. Jul 2015

Hast Du den Text noch irgendwo? Und welcher Artikel? Lass uns dran Teil haben :)

Jastol 10. Jul 2015

Steht ja nirgends, dass Amazon diese Daten speichert. Ich würde auch nicht unbedingt...

plutoniumsulfat 10. Jul 2015

Das müsste man jetzt mal die betroffenen Autoren fragen, ob diese Verbindungen öffentlich...



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