Training im virtuellen Flugzeug

Eine weitere Einsatzmöglichkeit für die Daten sind Aus- und Fortbildungen. Etwa für Flugzeugcrews: Einige der aufstrebenden Gesellschaften aus Nahost müssen in den nächsten Jahren mehrere Zehntausend neue Flugbegleiter und Piloten ausbilden. In Real-Life-Modellen ist das fast nicht zu bewältigen, also dürfen die Crews zum Teil im Simulator mit einer VR-Brille auf der Nase und auf Basis der "echten" CAD-Daten lernen, wie die Kabine evakuiert wird und wie sich die Türen der unterschiedlichen Flugzeugmodelle öffnen lassen.

  • Virtuelles Schaufenster von Dassault (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Ein neuartiger Oberfächenscanner etwa für Leder oder Stoff (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Echtwelt-Wagen mit virtuellem 3D-Hintergrund (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Auch am Elektroauto von BMW hat Dassault mitgearbeitet. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Stereoskopisch aufbereitetes CAD-Bild eines Autos (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
Echtwelt-Wagen mit virtuellem 3D-Hintergrund (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)

Der Zugriff an fast jeder Stelle der CAD-Verwertungskette gilt auch für Sales: etwa beim Verkauf von Hemden in Webshops. Die Firma hat auf ihrer Veranstaltung einen neuartigen Oberflächenscanner vorgestellt, der Material wie Leder oder Stoff mit bislang industriell nicht möglicher Präzision einscannen können soll. Das Gerät sieht aus wie eine Mischung aus PC und Kühlschrank, in dem sich eine dunkle Schublade öffnen lässt.

Dort kommt ein Stück Stoff hinein, das gescannt und anschließend beliebig weiterverarbeitet werden kann. Beispielsweise ist es damit möglich, in einem Store Hemden mit immer dem gleichen Faltenwurf, aber eben mit einem anderen Muster oder Stoff vorzustellen, und dem Kunden so gute Vergleichsmöglichkeiten zu bieten.

Das Kaufverhalten könnte sich mit diesen neuen technischen Möglichkeiten in naher Zukunft dramatisch ändern. Dassault stellt sich das Schaufenster der Zukunft so vor: Es funktioniert wie ein riesiger Touchscreen, auf dem zum Beispiel ein Autokäufer seine Wunschkombination aus Lackierung, Motorisierung und Innenausstattung auch am Wochenende zusammenstellen könnte.

Sobald er fertig ist, schickt er sich ein Modell des Autos per QR-Code auf sein Smartphone. Dort kann er es immer wieder unter die Lupe nehmen, und es sogar per Google Cardboard von innen anschauen. Um es zu bestellen, genügt ein Schleudern des Modells vom Touchpad mit einer Wischbewegung in Richtung des Verkäufers - CAD-Datei sei Dank.

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 Dassault Systèmes: Von der CAD-Datei bis zum Kaufvorgang
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