Das Rad der Zeit: Eine völlig veränderte Storyline

Spoiler-Hinweis: Hier geht es um das Finale der zweiten Staffel von Das Rad der Zeit – mit einem großen Spoiler. Bitte nicht weiterlesen, wenn ihr das Ende noch nicht gesehen habt und nichts darüber wissen wollt!
Das Finale der zweiten Staffel(öffnet im neuen Fenster) von Das Rad der Zeit endet mit einem großen Kampf. Einige Figuren sterben – so wie im Roman.
Aber es erwischt auch eine Hauptfigur, die im Roman überlebt hat: Ishamael. Sein Tod kommt überraschend. Die von Fares Fares gespielte Figur wurde schon einmal getötet, damals wirkte das aber alles andere als final. Nun sieht es anders aus. Ishamael scheint wirklich tot zu sein.
In einem späteren Roman kehrt Ishamael als Moridin zurück. Sein Tod in der Serie lässt dies aber unwahrscheinlicher erscheinen, zumal diese ohnehin die Herausforderung meistern muss, mehr als ein Dutzend fetter Bücher zu adaptieren – ist es da sinnvoll, einen Schurken zu reinkarnieren, der alles verkompliziert?
Durch den Tod der Figur kann die dritte Staffel keine direkte Adaption des dritten Romans sein. Denn im Finale des Romans kämpfen Rand und Ishamael erneut gegeneinander- diesmal beim Stein der Tränen. Rand greift nach Callandor, der für den wiedergeborenen Drachen prophezeiten Waffe, und erschlägt Ishamael in einem epischen Kampf.
Große Änderungen an der Story nötig
Wenn Ishamael aber schon jetzt stirbt, muss die Geschichte in der nächsten Staffel und darüber hinaus ganz neue Wege gehen. Wie wird Rands Zukunft aussehen? Wird er schon in Staffel 3 in den Besitz von Callandor kommen?
Auf jeden Fall müssen die Autoren diese Frage ansprechen, da Rands Finden des "Schwerts, das kein Schwert ist", für die weitere Entwicklung der Figur, aber auch der Geschichte von Das Rad der Zeit unumgänglich ist.
Auf jeden Fall zeigt diese neuerliche Abweichung vom Quellenmaterial, dass sich die Autoren sehr viele Freiheiten nehmen – etwas, das gerade auch große Fans von Robert Jordans Romanen immer wieder moniert haben.



