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Früher zählte die schnelle Hand, heute verändern sich die Produktionsprozesse.
Früher zählte die schnelle Hand, heute verändern sich die Produktionsprozesse. (Bild: Mike McKeown/Daily Express/Hulton Archive/Getty Images)

Die Führungskraft wird zum Dirigenten

Bei diversen Forschungseinrichtungen können Mittelständler sogar Pilotanlagen aufbauen, gefördert von der Bundesregierung unter dem Dach der Plattform Industrie 4.0. Einen ähnlichen Testraum bietet das Karlsruher Institut für Technologie mit seiner Lernfabrik für globale Produktion. Unternehmen können dort etwa probehalber einen Elektromotor bauen und dabei verschiedene Stufen der Robotisierung testen.

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Hat der Chef die Vision entwickelt, muss er seine Mitarbeiter überzeugen - und das interdisziplinär. Nicht einfach, weiß Jonathan Niehaus, wissenschaftlicher Mitarbeiter für Industrie- und Arbeitsforschung an der TU Dortmund. "Immer dort, wo mehrere Professionen zusammenarbeiten, wird es schwierig", sagt er. IT-Fachleute und klassische Ingenieure sprächen oft nicht dieselbe Sprache. Auf eine offene Gesprächsatmosphäre komme es an, bestätigt Berater Haas: "Die Führungskraft wird zum Dirigenten, der zusammen mit den Mitarbeitern an Lösungen arbeitet."

Weniger Fehler

Gelingt die digitale Vernetzung, sinkt auch die Fehleranfälligkeit. EBM-Papst zum Beispiel, Hersteller von Luft- und Antriebstechnik in Mulfingen, hat dieses Ziel geschafft. Früher musste für jede Variante eines Ventilators auf jede einzelne Montagezelle das passende Programm geladen werden. Einmal vertippt - und das Produkt war für die Tonne. Jetzt sind die Stationen vernetzt, der Schichtführer ruft nur einmal das richtige Programm auf. "Diese Veränderungen wurden von unseren Mitarbeitern sehr positiv aufgenommen", sagt Rainer Hundsdörfer, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Auch wenn die Systeme leicht zu bedienen sind: Die Anforderungen an IT-Kenntnisse steigen, Weiterbildung wird wichtiger. Gerade Mittelständler nutzen die Chance, Mitarbeiter über Onlinekurse an die Industrie 4.0 heranzuführen. Die Networking Academy des Netzwerkspezialisten Cisco bietet etwa an, ihre eigenen Kurse mit Präsenzphasen an Weiterbildungseinrichtungen der Industrie- und Handelskammern oder Berufsschulen zu koppeln.

Auch neue Studiengänge wie Produktionsinformatik oder der Ausbildungsberuf Produktionstechnologie sind Folgen der Entwicklung. Damit schon Berufsschüler die Chancen der Industrie 4.0 kennenlernen, fördert Baden-Württemberg 15 Lernfabriken an Berufsschulen mit 6,5 Millionen Euro. Dort lernen Azubis und Facharbeiter moderne Automatisierungslösungen kennen. Denn ohne Menschen funktioniert es nun einmal nicht, das Internet der Dinge.

 Das Internet der Menschen: "Industrie 4.0 verbannt Menschen nicht aus Werkhallen"

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User_x 01. Mai 2016

na dann nehmen wir die hotelerie, wird auch nicht anders sein. man kann zwar an personal...

User_x 01. Mai 2016

hab doch irgendwann mal aufgeschnappt, dass die darpa oder zumindest das us militär für...

FreiGeistler 29. Apr 2016

Na schön, ersetze "IT News für Profis" mit "Golem.de".



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