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Das Flüstern der Alten Götter im Test: Düstere Evolution

Mit der sechsten Erweiterung für Hearthstone transformiert Blizzard sein Sammelkartenspiel teilweise grundlegend. Im Kurztest erklären wir die größten Änderungen und ziehen ein erstes Fazit.

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Der Alptraumschlinger der Hearthstone-Erweiterung
Der Alptraumschlinger der Hearthstone-Erweiterung (Bild: Golem.de)

Grauenvolle Fratzen hatten Duellanten des Sammelkartenspiels Hearthstone zuletzt durch die Erweiterung Naxxramas vor zwei Jahren auf den neuen Karten. Jetzt bringt Blizzard mit dem Flüstern der alten Götter erneut Finsternis in das an sich leichtmütige und einsteigerfreundliche Kartenspiel. Die neuen Kreaturen und Zauber sind durchweg mit Tentakelwesen übersät - frei nach H. P. Lovecraftschem Verständnis.

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Im Zentrum der neuen Erweiterung steht der C'Thun, eine mächtige, 10 Mana teure Kreatur, die jedem Spieler kostenlos zur Verfügung steht. Sofern sie im Deck verwendet wird, kann sie durch den restlichen Großteil der anderen neuen Karten verstärkt werden. So wächst während der Duelle im Hintergrund eine göttlich starke Kreatur heran.

Sobald C'Thun tatsächlich gezogen und ausgespielt wird, verteilt er all seine angesammelten Angriffspunkte auf den Gegner und seine Kreaturen. Während des Tests erhöhte das Ausspielen des alten Gottes häufig drastisch die Siegchancen oder führte direkt zum Gewinn der Partie. Durch die hohen Kosten ist es allerdings ein Sieg, der etwas Zeit in Anspruch nimmt. C'Thun findet primär in sogenannten Kontrolldecks (Fokus: Überleben, späte teure Karten) Verwendung.

Allgemein ist ein Trend hin zu höheren Manakosten, größeren Kreaturen und Midrange- (Fokus auf mittelteure Karten) und Kontrolldecks zu erwarten. Angriffslustige Spieler, die bisher durch Rush-Decks (günstige Kreaturen/Zauber, Sieg bis Runde 6/7) auf schnelle Siege aus waren, bekommen im Vergleich nur wenig neues Karten-Futter. Zudem werden ihnen auch wichtige Karten gestrichen.

Teure Kreaturen und längere Partien

Die Einführung von Flüstern der Alten Götter etabliert nämlich zeitgleich den neuen Spielmodus Standard. In ihm sind nur die Karten der Erweiterungen der letzten zwei Jahre sowie die ursprünglichen Klassik-Karten spielbar. Das bedeutet, dass beliebte Figuren wie Dr. Bumm, Loatheb, Schlickspucker, Irrer Wissenschaftler oder Geisterhafter Krabbler nicht länger verfügbar sind. Alle Karten stehen nur noch im Spielmodus Wild sowie in der Arena zur Auswahl. Turniere und die Mehrzahl der Spieler scheinen sich allerdings auf den neuen Standardmodus zu konzentrieren.

Die neue Spielbalance trägt auch den lang gespielten Combo-Druiden zu Grabe. Durch das nachträgliche Ausbalancieren alter Karten ist seine Kombination aus kleinen Baumwesen, die direkt mit verstärktem Angriff angreifen konnten, nicht länger möglich. Weitsichtig hat Blizzard auch die Meisterin der Tarnung angepasst. Sie hätte ansonsten die zahlreichen neuen großen Karten wie C'Thun durch Verstohlenheit potenziell zu mächtig gemacht.

Zu den weiterhin interessanten neuen Karten zählen Varianten, die automatisch den komplett verfügbaren Mana-Pool aufbrauchen. Der Priester bekommt zum Beispiel eine Kreatur, die der Anzahl verfügbarer Mana-Kristalle entspricht. Der Hexenmeister beschwört so viele 1/1-Tentakel wie möglich. Dem Schamanen stehen nun Zauber zur Verfügung, mit denen er seine gespielten Kreaturen nachträglich aufwerten kann, genannt: Evolution.

Das Flüstern der Alten Götter ist seit dem 26. April 2016 erhältlich und für Spieler von Hearthstone kostenlos. Für Kartenpackungen fallen die üblichen Kosten an. Aktuell gibt es im Spiel individuelle Missionen, deren Belohnung 13 Kartenpacks der neuen Erweiterung sind.

Fazit

Die neuen Karten von Das Flüstern der Götter krempeln an der Spielmechanik von Hearthstone weniger um, als das in der Vergangenheit andere Erweiterungen getan haben. Dass es sich dennoch neuer denn je anfühlt, liegt primär am neuen Spielmodus Standard. Der Wegfall von Favoriten wie Dr. Bumm oder dem Schlickspucker sind direkt spürbar. In gewerteten Spielen treffen wir selten auf die altbekannten Decks - und wenn, waren sie meist unterlegen.

Zugegeben: An den klassischen Deck-Strategien ändert die Erweiterung nichts. Ein Trend zu etwas längeren Partien mit Midrange- und Kontrolldecks ist aber unverkennbar, und das finden wir gut so. Auch das Wort Zufall findet sich auf den neuen Karten deutlich seltener als in früheren Erweiterungen. Das ist klasse, denn es erlaubt ein kleines bisschen mehr Verlässlichkeit und echtes strategisches Planen. Deswegen begrüßen wir insgesamt die Alten Götter, auch wenn uns ihre grausigen infizierten Fratzen eigentlich nicht so gut gefallen.



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Dubstin 04. Mai 2016

Unter Rank 5 bin ich in 100 Games vielleicht auf 3-4 C'Thun Decks getroffen, dafür ist...

Maximilian154 30. Apr 2016

Mir gefällt das neue Design sehr gut. Vor allem die Soundeffekte dazu sind wieder...


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