Abo
  • Services:

Darpa: US-Militär will Pflanzen als Schadstoffsensoren einsetzen

Robust, unauffällig und einfach einzusetzen: Die Darpa will Pflanzen genetisch so manipulieren, dass sie als Sensoren eingesetzt werden. Die natürlichen Sensoren sollen beispielsweise Bomben, biologische, chemische oder radioaktive Kampfstoffe erkennen.

Artikel veröffentlicht am ,
Gräser (Symbolbild): Das natürliche Wachstum soll nicht beeinträchtigt werden.
Gräser (Symbolbild): Das natürliche Wachstum soll nicht beeinträchtigt werden. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Menschen, Tiere und Maschinen werden bereits im Krieg eingesetzt. Jetzt will das US-Militär auch noch Pflanzen dienstverpflichten: Sie sollen als Frühwarnsystem unter anderem für biologische und chemische Bedrohungen eingesetzt werden.

Stellenmarkt
  1. Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn
  2. PFALZKOM | MANET, Ludwigshafen

Advanced Plant Technologies (APT) nennt die Defense Advanced Research Project Agency (Darpa) das neue Projekt. Ziel ist, "die natürlichen Mechanismen der Pflanzen zu nutzen, um Umweltreize zu erkennen, und sie zu erweitern, um das Vorhandensein bestimmter Chemikalien, Krankheitserreger, Strahlung und sogar elektromagnetischer Signale zu erfassen", heißt es in einer Mitteilung der Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums. In ehemaligen Kriegsgebieten könnten die Pflanzen zum Aufspüren von Blindgängern oder Landminen eingesetzt werden.

Pflanzen sollen genetisch verändert werden

Die Darpa will das Genmaterial der Pflanzen so verändern lassen, dass die Reaktionen auf Stimuli verstärkt werden oder dass eine Pflanze auf ganz bestimmte Stimuli reagiert. Die Pflanzen sollen so zu unauffälligen, robusten und leicht auszubringenden Sensoren werden, die zudem auch noch ohne Energieversorgung auskommen.

"Pflanzen sind in hohem Maße an ihre Umgebung angepasst und zeigen auf natürliche Weise physiologische Reaktionen auf grundlegende Reize wie Licht und Temperatur, aber auch auf Berührungen, Chemikalien, Schädlinge und Krankheitserreger", sagt APT-Programmleiter Blake Bextine. "Neue molekulare und Modellierungstechniken könnten es ermöglichen, diese Erkennungs- und Berichtsfunktionen auf viele für eine Vielzahl verschiedene Stimuli zu programmieren".

Viele Merkmale sollen verändert werden

Bei den Pflanzen sollen viele und komplexe Eigenschaften verändert werden, damit sie neue Fähigkeiten erhalten. Das erfordert einen größeren Eingriff in das Genmaterial - normalerweise wird eher nur ein Merkmal verändert. Dabei soll das natürliche Wachstum und Gedeihen der Pflanzen nicht beeinträchtigt werden. Allerdings müsse sich auch zeigen, ob die derart veränderten Pflanzen in der freien Natur überleben könnten.

Am 12. Dezember hält die Darpa eine Konferenz über das APT-Programm ab. Dort sollen Details zu der Ausschreibung genannt werden.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. mit Gutschein: HARDWARE50 (nur für Neukunden, Warenwert 104 - 1.000 Euro)

FreiGeistler 24. Nov 2017

Und was hindert normale Pflanzen daran? Übrigens: In Laboren werden seit Jahrzehnten...

LinuxMcBook 23. Nov 2017

Du wirst keine Antwort bekommen. und wenn dann nur Geschwurbel.

bombinho 23. Nov 2017

Schlimmer waere es, wenn der Zoll genetisch modifizierte Hanfpflanzen in deinem Garten...


Folgen Sie uns
       


Energiespeicher in der Cruijff Arena - Bericht

Die Ajax-Arena in Amsterdam wird komplett aus eigenen Akkureserven betrieben. Die USVen im Keller des Gebäudes werden von Solarzellen auf dem Dach und parkenden Elektroautos aufgeladen. Golem.de konnte sich das Konzept genauer anschauen.

Energiespeicher in der Cruijff Arena - Bericht Video aufrufen
Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Mehr Reaktionsmöglichkeiten statt schwächerer Munition
  2. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen

    •  /