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Darpa: US-Militär arbeitet an drahtlosem Energietransfer per Laser

Energie soll mit einem Laser durch von Flugobjekten getragene Power-Beaming-Relais von einem Ort zum anderen geleitet werden.
/ Marc Stöckel
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Die Darpa will bald große Energiemengen optisch über Flugobjekte übertragen können. (Bild: Darpa)
Die Darpa will bald große Energiemengen optisch über Flugobjekte übertragen können. Bild: Darpa

Die zum US-Militär gehörende Forschungsbehörde Darpa hat ein Power genanntes Programm (Persistent Optical Wireless Energy Relay) gestartet, aus dem neue Lösungen zur drahtlosen Energieübertragung per Lasertechnologie hervorgehen sollen. Wie die Behörde in einer Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) erklärt, gehört der Aufbau belastbarer und lichtschneller Energienetze durch die Entwicklung sogenannter Power-Beaming-Relais zu den Zielen dieses Projekts.

Laut Dr. Paul Jaffe, dem Leiter des Power-Programms der Darpa, kann eine solche Technologie dabei helfen, "Energie aus neuen und vielfältigen Quellen, auch aus dem Weltraum, zu erschließen" und für Verbraucher nutzbar zu machen. Vorerst strebt das Projekt aber nur eine Übertragung von 10 Kilowatt an optischer Energie zwischen zwei Stationen auf dem Erdboden an, die 200 Kilometer voneinander entfernt sind.

Die Behörde hebt dabei auch die Rolle Flugverkehrs hervor, der zugleich davon profitieren soll: Die neuartigen Relais sollen für die Energieübertragung zwischen verschiedenen Orten von Flugobjekten getragen werden. Diese wiederum könnten einen Teil der Energie selber nutzen, so dass deren "Treibstoffspeicher und das Triebwerksvolumen drastisch reduziert werden" könnten.

Durch die an Flugobjekten angebrachten Power-Beaming-Relais will die Darpa außerdem die Energieübertragung in große Höhen verlagern, wodurch diese weitaus effizienter vonstattengehen könne als in der "dicken, turbulenten unteren Atmosphäre" . Eine optische Schicht in großer Höhe werde "das Rückgrat des drahtlosen Energienetzes mit großer Reichweite und hohem Durchsatz bilden."

Einsatz für militärische Zwecke im Fokus

Ganz uneigennützig ist das Projekt der militärischen Forschungseinrichtung allerdings nicht. So hebt die Darpa ebenso hervor, dass die neuartige Technologie auch militärische Missionen unterstützen könnte, indem sie kosteneffiziente Flugobjekte mit unbegrenzter Reichweite und Ausdauer ermögliche.

Zum Zeitplan äußert sich die Darpa bisher nur vage. Das Projekt ist insgesamt in drei Phasen unterteilt, wovon die erste voraussichtlich in 20 Monaten abgeschlossen sein soll. Die zweite Phase beginne Anfang 2025 mit einer offenen Ausschreibung. Wann diese und die dritte Phase enden werden, erklärt die Behörde bislang nicht.


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