Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Darpa: Mikroroboter sollen Trümmerlandschaften erkunden

Mikroroboter sollen sich künftig zwischen Geröll hindurchquetschen und nach Verschütteten suchen. Die Darpa hat im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums die Entwicklung solcher Roboter in Auftrag gegeben.
/ Werner Pluta
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Roboter Symbolbild: Es fehlt noch an Kraft und Ausdauer. (Bild: Yoshikazu Tsuno/AFP/Getty Images)
Roboter Symbolbild: Es fehlt noch an Kraft und Ausdauer. Bild: Yoshikazu Tsuno/AFP/Getty Images

Die Suche nach Vermissten in Ruinen ist ein oft angeführter Einsatz für Roboter. Allerdings sind viele Roboter zu groß und zu schwer, um unter dem Schutt eingestürzter Häuser tatsächlich etwas finden zu können. Das sollen künftig winzig kleine Roboter erledigen, die auch durch enge Spalten und Ritzen hindurchkommen.

Short-Range Independent Microrobotic Platforms (etwa: unabhängige, mikrorobotische Plattformen mit kurzer Reichweite), kurz Shrimp, nennt die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) die Roboter, die kleinste Zwischenräume erkunden können. Die Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums hat ein Programm ausgeschrieben, um Roboter im Mikro- bis Millimeter-Bereich zu entwickeln.

"Ob nach einer Naturkatastrophe, bei einer Such- und Rettungsmission, in einer gefährlichen Umgebung oder bei einer anderen schwierigen Unterstützungsaktion können Roboter dringend benötigte Hilfe und Unterstützung leisten" , sagt Darpa-Programm-Manager Ronald Polcawich(öffnet im neuen Fenster) . "Es gibt jedoch eine Reihe von Umgebungen, die für größere Roboter nicht zugänglich sind. Kleinere Roboter könnten hier eine wichtige Hilfe sein, aber um diese Plattformen zu verkleinern, bedarf es einer erheblichen Weiterentwicklung der zugrunde liegenden Technologie."

Mikroroboter brauchen leistungsfähige Aktoren

Fortschritte bei mikroelektromechanischen Systemen (Mems), piezoelektrischen Aktoren oder Sensoren ermöglichten es, solche Mikroroboter entwickeln. Allerdings brauchen sie leistungsfähigere Aktoren und Steuerungssysteme. Die sollen im Projekt Shrimp entwickelt werden. "Das Verhältnis von Kraft zu Gewicht eines Aktors beeinflusst sowohl die Tragfähigkeit als auch die Ausdauer einer Mikroroboter-Plattform" , sagt Polcawich. Fortschritte bei den Aktoren würden die Entwicklung von Mikrorobotern, die in der Lage seien, komplexe Aufgaben zu erledigen, voranbringen.

Der zweite wichtige Forschungsbereich im Projekt Shrimp wird die Energieversorgung sein: Die Forscher wollen sehr effiziente Energiespeicher und Konverter entwickeln, die Hochspannungsaktoren versorgen können und dabei sehr energieeffizient sind, um eine lange Einsatzdauer ermöglichen.


Relevante Themen