Darkwallet: Kampfansage an Bitcoin-Regulierung

Die umstrittene Bitcoin-Wallet Darkwallet ist in einer Alpha-Version erschienen. Sie verspricht mehr Anonymität bei Transaktionen mit der Kryptowährung. Die Entwickler wollen damit die ursprüngliche Idee der digitalen Währung wieder aufleben lassen.

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Darkwallet verspricht weitgehende Anonymität bei Bitcoin-Transaktionen.
Darkwallet verspricht weitgehende Anonymität bei Bitcoin-Transaktionen. (Bild: Darkwallet, Public Domain)

Darkwallet heißt die neue Bitcoin-Wallet, die jetzt in einer Alpha-Version veröffentlicht wurde. Durch diverse Funktionen sollen weitgehend anonyme Transaktionen mit der Kryptowährung möglich sein. Die Entwickler wollen damit den zahlreichen Regulierungsversuchen durch Behörden entgegenwirken. Das Projekt wird unter anderem vom Entwickler der Schusswaffe aus dem 3D-Drucker unterstützt.

  • Darkwallet erlaubt die Verwendung mehrerer Identitäten ... (Screenshots: Darkwallet)
  • ... und die Vermischung von Transaktionen.
  • Die Kontaktverwaltung in Darkwallet
  • Darkwallet erlaubt die Verwendung mehrerer Wallets.
  • Mit Multisig müssen mehrere Teilnehmer einer Transaktion zustimmen.
  • Mehrere Identitäten in Darkwallet
  • Das integrierte Chatprogramm
  • Die Finanzübersicht
  • Der Zugang zum Testnetz
  • Die Einstellungen
  • Eine verschleierte Adresse
  • Transaktionen über verschleierte Adressen
  • Die Transaktionsübersicht
  • Die Werkzeuge in Darkwallet
Darkwallet erlaubt die Verwendung mehrerer Identitäten ... (Screenshots: Darkwallet)
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Mit Stealth-Adressen und der sogenannten Coinjoin-Technik sollen in Darkwallet Bitcoin-Adressen so weit verschleiert werden, dass sie im Blockchain nicht mehr eindeutig zugeordnet werden können. Zahlungen an Stealth-Adressen werden beispielsweise über weitere Adressen umgeleitet. Mit Coinjoin werden Transaktionen mit anderen vermischt. Ähnliche Funktionen bieten bislang die umstrittenen Mixing-Dienste. Außerdem lassen sich Multisignatur-Wallets einrichten. Dabei müssen mehrere Teilnehmer eine Transaktion absegnen.

Meinungsfreiheit versus Geldwäsche

Die Finanzierung des Projekts erfolgte über eine Indiegogo-Kampagne, die bis Dezember 2013 über 50.000 US-Dollar für die Entwicklung des Bitcoin-Wallets einbrachte. Bitcoin sei das nächste Schlachtfeld im Kampf gegen eine übernationale, politische Herrschaft. Auch im finanziellen Bereich solle die digitale Anonymität und die Meinungsfreiheit gelten, hieß es in der Kampagne.

Finanzbehörden hatten immer wieder kritisiert, dass Kryptowährungen auch zur Geldwäsche verwendet würden. Ein Teil des Vermögens der inzwischen insolventen Bitcoin-Börse Mtgox wurde von der US-Behörde Department of Homeland Security beschlagnahmt. Es bestehe der Verdacht, einige der dort getätigten Kontobewegungen könnten vom Internet-Schwarzmarkt Silk Road stammen. Der ehemalige Vize der Bitcoin Foundation Charlie Shrem wird beschuldigt, Bitcoins von und nach Silk Road verschoben und von den illegalen Geschäften gewusst zu haben, aus denen die Krypto-Währung stammte.

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Darkwallet soll noch nicht für echte Transaktionen genutzt werden, schreiben die Entwickler. Sie haben stattdessen ein Testnetz mit einem eigenen Blockchain aufgespannt. Darkwallet liegt zunächst nur als Erweiterung für den Chrome-Browser vor.

Darkwallet ist nicht das einzige Projekt, dass mehr Anonymität für Bitcoin-Transaktionen verspricht. Auch die Java-Version soll künftig Zahlungen über das Tor-Netzwerk abwickeln.

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