Darknet: Betrüger machen Kreditkarten mit Bahntickets zu Geld

Betrüger haben eine neue Masche: Im Darknet erworbene Kreditkarteninformationen setzen sie in gefälschte Bahntickets um. Die Bahn warnt Verbraucher vor solchen vermeintlich günstigen Angeboten.

Artikel veröffentlicht am ,
Betrüger nutzen im Netz erbeutete Kreditkartendaten, um Bahntickets zu kaufen.
Betrüger nutzen im Netz erbeutete Kreditkartendaten, um Bahntickets zu kaufen. (Bild: Bahn)

Betrüger nutzen offenbar im Internet illegal gekaufte Kreditkartendaten, um gefälschte Bahntickets zu kaufen und weiterzuverkaufen, um damit die erworbenen Informationen zu Geld zu machen. Die Welt am Sonntag berichtete, dass zumeist kleinere Banden mit entsprechenden Informationen gefälschte Onlinetickets der Bahn kaufen und diese dann zu einem vermeintlich günstigeren Preis in Mitfahrtportalen weiterverkaufen.

Die Bahn sagte auf Anfrage der Welt, das Unternehmen zähle bis zu 100.000 Betrugsversuche im Jahr. Die Betrüger bieten die günstigen Tickets auf Mitfahrportalen im Internet an, meist mit einer Legende. So würden etwa Verwandte bei der Bahn günstig an Tickets kommen oder es gebe "Restposten aus Firmenkontingenten", schreibt die Zeitung. Diese Tickets sind günstiger als der eigentliche Reisepreis - werfen aber immer noch einen Gewinn für die Kriminellen ab. Die Bahn selbst warnt vor solchen Tickets: "Ein Ticket kostet immer so viel, wie auch auf dem Ticket draufsteht. Das sollte jeder Reisende verinnerlichen", sagte der Leiter für Zahlungsverfahren bei dem Unternehmen der Welt am Sonntag.

Ein Betrüger, Schaden rund 350.000 Euro

In einem konkreten Fall wurde am vergangenen Dienstag ein Angeklagter in Hannover wegen Betrugs verurteilt. Der Mann soll sich mit der beschriebenen Methode etwa 500 Fahrkarten ausgestellt haben, die er dann weiterverkaufte. Der Schaden soll rund 350.000 Euro betragen.

Wer ein solches Ticket erwerben wollte, musste die gewünschten Reisedaten und weitere persönliche Angaben an eine E-Mail-Adresse schicken. Weil bei der Bahn eine Legitimierung per Kreditkarte, Personalausweis oder Bahncard erfolgt, mussten Angaben zu einer der Karten mitgeschickt werden.

Mittlerweile akzeptiert die Bahn nur noch den Personalausweis oder die Bahncard zur Identifikation.

Die Bezahlung der Tickets erfolgte zunächst per Bargeld per Post, was offenbar bei vielen potenziellen Kunden abschreckend wirkte. Später stieg der Betrüger daher auf Dienste wie Ukash oder Paysafecard um.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


M.P. 25. Okt 2016

Der Ablauf des Kartenkaufes ist wohl so: Der "Zwischenhändler" kauft nicht im Voraus...

maze_1980 25. Okt 2016

Ich habe den Bogen vom Darknet in den Lidl doch nur ein klein wenig überspannt.

serra.avatar 25. Okt 2016

auch nicht mehr korrekt; im Artikel steht doch das Kreditkarte als Legitimation von der...

M.P. 24. Okt 2016

Für ein Online - Ticket braucht man keine Zustell-Adresse. Auch eine Zustellung...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
JPEG XL
Die Browserhersteller sagen nein zum Bildformat

JPEG XL ist das überlegene Bildformat. Aber Chrome und Firefox brechen die Implementierung ab. Wir erklären das Format und schauen auf die Gründe für die Ablehnung.
Eine Analyse von Boris Mayer

JPEG XL: Die Browserhersteller sagen nein zum Bildformat
Artikel
  1. Walking Simulator: Gameplay von The Day Before erntet Spott
    Walking Simulator
    Gameplay von The Day Before erntet Spott

    Nach Betrugsvorwürfen haben die Entwickler von The Day Before nun Gameplay veröffentlicht - das nicht besonders gut ankommt.

  2. Lasertechnik: Hoffnung auf Femtosekundenlaser für die Hosentasche
    Lasertechnik
    Hoffnung auf Femtosekundenlaser für die Hosentasche

    An der Universität Yale wurde ein Titan-Saphir-Laser auf einem Chip erzeugt und fortgeschrittene Lasertechnik auf Millimetergröße geschrumpft.

  3. Knockout City: Drei Games-as-a-Service weniger in einer Woche
    Knockout City
    Drei Games-as-a-Service weniger in einer Woche

    Rumbleverse, Apex Legends Mobile und Knockout City: Innerhalb weniger Tage heißt es Game Over für drei bekannte Multiplayerspiele.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Mindfactory DAMN-Deals: Grakas, CPUs & Co. • HTC Vice 2 Pro Full Kit 899€ • RAM-Tiefstpreise • Amazon-Geräte bis -50% • Samsung TVs bis 1.000€ Cashback • Corsair HS80 7.1-Headset -42% • PCGH Cyber Week • Samsung Curved 27" WQHD 267,89€ • Samsung Galaxy S23 vorbestellbar [Werbung]
    •  /