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Brauchen wir weniger blaues Licht?

Hierbei sollte die Frage nach der Notwendigkeit gestellt werden. Der Wellenlängenbereich des blauen Anteils im Lichtspektrum markiert den Übergang vom nichtsichtbaren UV-Licht zum sichtbaren Bereich. Dass UV-Licht für die Augen eine schädigende Wirkung haben kann, ist unumstritten, ob dies bei blauem Licht ebenfalls der Fall ist, konnte bislang aber nur in Verdachtsmomenten festgehalten werden.

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Für den Biorhythmus des Menschen ist dieser Lichtanteil unerlässlich, um wach und konzentriert durch den Tag gehen zu können. Dabei ist der Einfall von blauem Licht an einem trüben Tag im Freien innerhalb einer Stunde um das 30fache höher als bei einer Stunde Arbeit an einem Bildschirm. Dementsprechend niedrig ist das Risiko, Augenschäden zu erleiden, die allein auf die Einstrahlung von blauem Licht zurückzuführen sind.

Wirklich schädlich für das Auge ist hingegen das Starren auf den Bildschirm, bei dem die meisten Anwender das Blinzeln vernachlässigen. Hierdurch trocknet das Auge aus und die Lider kratzen förmlich über die Hornhaut. Ein zu hell eingestellter Monitor verstärkt diesen Effekt noch zusätzlich. Durch regelmäßiges aktives Blinzeln und in die Ferne sehen kann der Feuchtigkeitshaushalt im Auge aber in einem normalen Bereich gehalten werden.

Eine Schädigung des Sehnervs durch blaues Licht wurde hingegen bislang nur theoretisch nachgewiesen. Bei der Umwandlung des optischen Impulses im Auge in ein elektronisches Signal wird ein Vitamin A aus den Stäbchen gelöst. Eintreffendes blaues Licht lässt hierbei eine toxische Verbindung entstehen, die den Sehnerv schädigen kann. Dass Menschen nicht bereits kurz nach dem Beginn ihres Lebens ihre Sehfähigkeit verlieren, liegt an einem Vitamin E, das die Zellen im Auge vor dem Zerfall durch blaues Licht schützt. Dementsprechend treten Schäden durch blaues Licht eher bei alters- oder krankheitsbedingtem Vitaminmangel auf. Zur Erinnerung: Der Anteil blauen Lichts im Freien ist um das 30fache höher als bei der Arbeit an einem Bildschirm. Dennoch schadet es natürlich nicht, auch hier den Blauanteil dauerhaft zu reduzieren. Der Dark Mode allein ist aber kein Heilmittel.

Die Inhalte sind entscheidend

Bei der Frage nach dem besten Farbschema spielen Bildinhalte eine wesentliche Rolle. Beschränken wir uns dabei auf Text, der aus feinen schwarzen Linien besteht, sorgt ein weißer Hintergrund für eine gleichmäßige Aufhellung der Buchstaben, wodurch diese klar zu erkennen sind. Drehen sich die Farben um, überstrahlen kleine helle Linien die schwarzen Ränder des Hintergrunds. Dadurch entsteht eine Unschärfe, die auf Dauer für den Nutzer anstrengend wird.

Da das Sehen hauptsächlich über die Unterscheidung von Objekten mit unterschiedlichem Kontrast stattfindet, muss hier also das Kontrastverhältnis zwischen Schrift und Hintergrund berücksichtigt werden. Apple empfiehlt seinen Entwicklern ein Kontrastverhältnis von 7:1, vor allem für kleinere Schriftarten. Außerdem sollten weiße Bildinhalte gedämpft werden, damit ein Überblendungseffekt vermieden wird. Am Ende erhalten Nutzer somit graue Schrift, die auf einem schwarzen Hintergrund besser zu lesen ist. Entscheidend für den Sinn des Dark Modes bleibt aber das Umgebungslicht.

Bei modernen OLED-Panels lässt sich dafür ein positiver Nebeneffekt verzeichnen. Da bei diesen keine Energie für die Anzeige von schwarzen Pixeln benötigt wird, lässt sich durch den Dark Mode ein nicht unerheblicher Teil an Energie sparen, was letztendlich der Akkulaufzeit mobiler Geräte entgegenkommt. Einige LCD-/LED-Panels benötigen allerdings mehr Energie, wenn sie schwarze Bildinhalte anzeigen.

Dabei sollte ebenfalls nicht unerwähnt bleiben, dass Forscher der hellen Darstellung auf dunklem Grund eine Vorbeugung gegen Kurzsichtigkeit bescheinigen. Einige Migränepatienten können außerdem mit einer umgekehrten Farbdarstellung länger an Bildschirmen arbeiten. Am Ende entscheidet aber das persönliche Empfinden darüber, wie oft der Dark Mode zum Einsatz kommt. Sobald das neue iOS 13 erscheint, steht es Apple-Nutzern nun wenigstens frei, zu wählen.

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 Dark Mode: Wann Schwarz-Weiß-Denken weiterhilft
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eechauch 28. Jun 2019

Das ist aber jetzt auch eher eine Designfrage als alles andere, die meisten Leuten finden...

TheYummy 24. Jun 2019

So ein Wechsel von SAP auf ein anderes ERP fühlt sich bestimmt ähnlich an wie von der...

disciple.of.zen 22. Jun 2019

...es ist doch so einfach: Der Kunde will das haben. Jedesmal wieder diese...

mtness 20. Jun 2019

Und jetzt soll mir das als absolute Neuheit angepriesen werden? Na wie auch immer.

flasherle 19. Jun 2019

ja wenn man manchmal nicht zu ende liest. *shame on me*


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