Schade, dass man das Dance One nicht kaufen kann

Die Besonderheit des Dance-Abos besteht darin, dass das gemietete Rad eine Eigenentwicklung ist. Auch andere Anbieter haben Miet-Pedelecs im Programm - dabei handelt es sich aber meist um normale E-Bikes bekannter Hersteller. Vergleichbar ist höchstens Swapfiets, dessen Räder allerdings gegen das Dance One eher altmodisch wirken.

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So ist der Akku beim Dance One komplett im Rahmen integriert, ein flüchtiger Blick verrät nicht, dass es sich um ein Pedelec handelt. Tritt man jedoch in die Pedale, dann schiebt der Motor in der Hinterradnabe kräftig. Dabei ist das Fahrverhalten nicht so fein abgestimmt wie beim Cowboy 3, auch wenn wie bei diesem eine Gangschaltung fehlt und der Antrieb über einen Riemen läuft. Bei den genauen Spezifikationen hält sich der Hersteller leider bedeckt.

Trotzdem fährt sich das Dance One hervorragend und ist sehr gut für den Stadtverkehr mit häufigen Ampelstopps gerüstet. Wer noch schneller starten möchte oder mehr Schub am Berg benötigt, kann den Boost-Modus mit der sehr einfach gehaltenen Fernbedienung am Lenker aktivieren. Der Boost-Modus greift nicht ganz so stark wie beim Vanmoof, aber für die Handvoll Berliner Hügel ist er mehr als ausreichend.

Die Akkulaufzeit ist ebenfalls eher auf den urbanen Raum ausgerichtet: 55 Kilometer gibt der Hersteller für das Rad an, wir schafften bei normalen Temperaturen, leichtem Gegenwind und gerader Strecke eher 60, trotz gelegentlicher Boost-Unterstützung. Wir bemerkten positiv, dass auch bei leerem Akku das Licht weiterhin funktioniert. Eine Federung gibt es nicht, aber die dicke Bereifung schluckte das Berliner Kopfsteinpflaster erstaunlich souverän. Was wir ebenfalls mochten: Sowohl Gepäckträger als auch Fahrradständer des Dance One sind sehr robust und belastbar.

  • Das Dance One hat eine im Schutzblech integrierte Rückleuchte. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links ist die Steuerung für die Unterstützung und das Licht, in der Mitte kann ein Smartphone befestigt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Pedelec hat einen Hinterradantrieb und einen Riemen, aber keine Gangschaltung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Gepäckträger ist robust und praktisch. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In der Tasche befindet sich das Kabelschloss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zum Lieferumfang gehören neben Netzteil, Schlüsseln und Smartphone-Halterung auch Socken. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unser erstes Dance One hatte Probleme mit dem motorisierten Schloss - es bewegte sich nur ein paar Zentimeter weit. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Umtausch des Rades wurde innerhalb eines Tages bestätigt und wir konnten einen Wunschtermin ausmachen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Manchmal dauert es bis zu 30 Sekunden, bis Smartphone und Schloss sich finden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zum Ende des Abos kommen Netzteil und Schlüssel in die Schlosstasche und das Rad kann einfach irgendwo innerhalb des S-Bahn-Ringes abgestellt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Akku muss zum Laden entfernt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Dance One hat eine im Schutzblech integrierte Rückleuchte. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Mit knapp über 20 Kilogramm Gewicht ist das Pedelec noch gut tragbar, aber der Akku muss zum Laden ohnehin aus dem Rad genommen werden. Da das Dance-Abo eine Diebstahlversicherung beinhaltet, kann das E-Bike guten Gewissens einfach vor dem Haus angeschlossen werden.

Wie bereits erwähnt, funktionierte unser Schloss allerdings nicht. In diesem Fall - und wenn das Dance-Schloss nicht mit beiden Komponenten angeschlossen wurde - greift die Versicherung nicht und es sind 1.000 Euro Selbstbehalt fällig.

Der Concierge überzeugte

Um das zu verhindern, nahmen wir also den sogenannten Concierge-Service in Anspruch. Die Idee ist, dass das Rad einfach irgendwo in der Stadt im Geschäftsgebiet von Dance abgestellt werden kann und vor Ort innerhalb eines Tages repariert wird. Dazu muss es in der App mit dem Bluetooth-Schloss gesichert werden.

Da das bei uns nicht möglich war, meldete sich Dance per Mail und wir machten einen Übergabetermin für ein neues Rad aus. Das wurde anstandslos und sehr schnell geliefert. Beide Dance-Mitarbeiter, mit denen wir Kontakt hatten, waren sehr nett und konnten uns alle Details des Rades und des Dienstes gut erklären. Sie nahmen sich genügend Zeit, um uns auch eine Probefahrt zu ermöglichen.

Obwohl unser neues Dance One nun mit einem funktionierenden Schloss versehen war, fanden wir die Sperrung per Smartphone noch verbesserungsbedürftig.

Am Schloss wird noch gearbeitet

Meist brauchten wir zwei Anläufe, bis das Rad in der App auftauchte. Ab und zu verweigerte der Mechanismus den Dienst, obwohl sich keine Speichen vor dem Schließbügel befanden. Sollte das Smartphone mal nicht in der Nähe sein oder sein Akku alle, kann das Rad auch über einen selbst festgelegten Tasten-Farbcode am Schloss gesperrt und geöffnet werden. In Bewegung lässt sich das Schloss übrigens nicht aktivieren. Die App bietet außer der Schloss-Steuerung und dem Kontakt zum Kundenservice eine Ortungsfunktion für das Dance One und einen Tachometer.

Schweren Herzens mussten wir uns nach drei Wochen vom Dance One trennen und wir kündigten unser Abo. Wir wurden in der App aufgefordert, Pedelec samt Ladegerät und Schlüsseln für den Akku pünktlich zum Monatsende einfach an einem öffentlich zugänglichen Platz abzustellen. Ein Foto des angeschlossenen Rades muss in der App hochgeladen und der Standort bestätigt werden - fertig.

Dance steht erst am Anfang

Nach Angaben von Dance befinden sich derzeit mehrere Hundert Räder auf den Berliner Straßen, es sollen mehrere Tausend werden. Das Unternehmen sammelt Feedback aus der Nutzerschaft, um den Dienst anzupassen, und so sind auch Updates der App und der Software des Pedelec geplant. Die Ausweitung des Dienstes auf Hamburg ist anscheinend geplant, da Dance dort bereits Personal anwirbt.

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 Dance Pedelec Abo: Das E-Bike für 80 Euro (im Monat)Dance One: Verfügbarkeit und Fazit 
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