Danalock im Test: Das Smartphone öffnet Tür und Tor

Eine kleine Tür als Testmuster: Das Smartlock Danalock(öffnet im neuen Fenster) des gleichnamigen dänischen Herstellers hat die Golem-Redaktion in dieser etwas ungewohnten Form erreicht. Wen das lange Suchen nach Schlüsseln vor dem Öffnen der Haustür schon immer genervt hat, für den dürfte das Danalock interessant sein. Das smarte Schloss kann über ein Smartphone geöffnet werden und soll in die meisten Türen problemlos eingebaut werden können. Die Verbindung zwischen Smartphone und Schloss erfolgt über Bluetooth Smart, wahlweise gibt es das Danalock auch mit zusätzlicher Z-Wave-Option.

Danalock ist einer der ersten Hersteller, die in Deutschland ein Smartlock anbieten. Golem.de hat sich die Bluetooth-Version des Schlosses genauer angeschaut, dementsprechend beziehen sich auch alle Aussagen im Test auf dieses Modell. Neben praktischen Aspekten wie der Bedienung war dabei auch die Frage der Sicherheit wichtig: Manch einer mag sich bei dem Gedanken, dass sein Türschloss über Bluetooth gesteuert wird, nicht sonderlich wohlfühlen. Danalock hat sich dazu einige Gedanken gemacht, die in einer recht umfangreichen Benutzerverwaltung resultieren.









Bevor überhaupt ein Benutzer angelegt werden kann, muss allerdings das Smartlock installiert werden. Uns blieb dies erspart, da wir unser Testmodell bereits fertig auf einer kleinen Tür montiert bekommen haben. Ein Montagevideo(öffnet im neuen Fenster) des Herstellers zeigt aber recht ausführlich, wie das Smartlock eingebaut werden muss.
Der Einbau erfordert etwas handwerkliches Geschick
Ein wenig handwerkliches Geschick ist dabei nötig, im Grunde ist der Einbau aber nicht kompliziert. Allerdings sollte sich der Nutzer durchaus Zeit lassen, da einige Schrauben und Bolzen im Laufe des Einbaus auf die richtige Länge gekürzt werden müssen. Passieren hier Fehler, lässt sich das Smartlock entweder nicht mehr befestigen oder der Steuerungsbolzen ist zu kurz.
Danalock ersetzt das vorige Schloss samt Zylinder komplett. Mitgeliefert werden vier verschieden lange Zylinder, die in Türen unterschiedlicher Dicke passen sollten. Zwar ist auch die Montage mit einem bereits vorhandenen Zylinder möglich, hier muss aber ein Schlüsseldienst das Smartlock entsprechend anpassen. Auf der Innenseite, wo das Danalock montiert wird, steckt statt eines Schlüssels ein Bolzen im Schloss, der nach dem Einbau des Zylinders so gekürzt werden muss, dass er um maximal 15 mm herausragt. Um das Schloss auch ohne technische Hilfsmittel öffnen zu können, werden fünf Schlüssel mitgeliefert.
Montage ohne Bohren - theoretisch
Um das elektronische Schloss auf der Innenseite der Tür zu befestigen, müssen im Idealfall keine neuen Löcher gebohrt werden - die Halteplatte des Danalocks hat ein Lochmuster, das sich an die bereits bestehenden Löcher anpasst, beispielsweise an die der Schelle um den Zylinder. Schwieriger wird die Montage bei Türen, denen so etwas fehlt, etwa manche Altbautüren. Dann muss der Nutzer möglicherweise doch zum Bohrer greifen. Andere Smartlocks bieten hier einfachere Lösungen, wie etwa das kürzlich vorgestellte Schloss Noki , das allerdings erst noch über Crowdfunding finanziert werden muss. Tatsächlich ist die Auswahl an Smartlocks in Deutschland noch nicht groß.









Generell ist die Installation eines Smartlocks eher bei Türen sinnvoll, die über ein einziges Schloss verfügen - das Danalock ist dabei keine Ausnahme. Türen mit einem zusätzlich von außen abschließbaren Riegel oder Altbautüren mit einem Stangenschloss und einem separaten Schließer profitieren von dem Mechanismus weniger, da der Nutzer eines der beiden Schlösser immer noch mit einem Schlüssel aufschließen müsste. Alternativ könnte man zwar auch zwei Smartlocks installieren und beide über die App steuern; das wäre jedoch deutlich kostspieliger.
Angetrieben wird das Schloss von vier Batterien des Typs CR123A. Diese sind nicht ohne weiteres im Supermarkt an der Ecke erhältlich und sollen zwei Jahre lang halten. Geht die Leistung der Batterien zur Neige, warnt das Danalock den Nutzer mit einem Signal. Die Drehgeschwindigkeit des Smartlocks kann in den Einstellungen in der App verändert werden. Generell gilt: Je langsamer sich das Schloss dreht, desto mehr Kraft kann es auf den Schließmechanismus ausüben. Dies ist insbesondere bei der Falle der Tür wichtig, die das Danalock eine frei wählbare Zeit offen halten kann, damit sich die Tür überhaupt öffnet. Nach Ablauf der Zeit schnappt die Falle wieder in ihre Ausgangsposition zurück, und die Tür kann wieder ins Schloss fallen.
Schnellste Öffnung in elf Sekunden
Die Übertragung des Signals vom Smartphone an das Schloss dauert zwischen zwei und fünf Sekunden - unserem Eindruck nach brauchen Android-Geräte etwas länger als iPhones. Bei der schnellsten Motorgeschwindigkeit benötigt das Danalock mit einem iPhone 5S mindestens elf Sekunden für eine komplette Öffnung oder Verriegelung, ab dem Moment, an dem wir das Signal zum Aufschließen geben. Dies hört sich nach viel an, nimmt aber lediglich vergleichbar viel Zeit in Anspruch wie das Hervorholen eines echten Schlüssels mit anschließendem Aufschließen.
Ist das Smartlock installiert, kann die Einrichtung von Benutzern beginnen. Dies erfolgt am einfachsten mit dem Assistenten, der über die mobilen Danalock-Apps für Android und iOS verfügbar ist. Eine App für Windows Phone gibt es noch nicht.
Einfache Installation per Assistent
Der Assistent erkennt das neue Schloss automatisch, der Nutzer muss sich lediglich in der Nähe aufhalten. Anschließend wird ein neues Benutzerkonto erstellt und der Benutzer als Besitzer des Schlosses registriert. Fortan kann er seine Tür einfach über die übersichtlich gestalte App auf- und zuschließen. Von innen hat der Nutzer zudem immer die Möglichkeit, das Schloss durch Drehen am Danalock oder Auflegen des Fingers auf einen Sensor zu verschließen oder zu öffnen. Von außen ist nicht ersichtlich, dass es sich um ein automatisch gesteuertes Schloss handelt - das ist bei der Frage nach der Sicherheit nicht unwichtig - dazu später mehr.









Bevor wir mit dem Öffnen und Schließen beginnen, muss noch der korrekte Radius eingestellt werden, in dem sich das Danalock bewegt. In der App können verschiedene Gradzahlen gewählt werden. Bei 360 Grad dreht sich das Schloss einmal komplett um seine eigene Achse. Bei unserem Testgerät haben wir nach einigem Probieren 650 Grad eingestellt: Damit öffnet das Danalock zuverlässig den zweistufigen Schließmechanismus.
Einmalschlüssel und AES-128-Bit-Verschlüsselung
Den Befehl zum Öffnen oder Schließen erhält das Danalock über eine Bluetooth-Smart-Verbindung, das verwendete Smartphone muss dementsprechend diesen Standard unterstützen. Dabei wird für jede Aktion stets ein nur einmalig verwendeter Bluetooth-Schlüssel benutzt, dessen Übertragung mit einer 128-Bit-AES-Verschlüsselung codiert wird. Ein bereits verwendeter Schlüssel kann nicht noch einmal benutzt werden. Das Schloss selbst tauscht sich nur mit den Smartphones aus und nicht etwa noch zusätzlich mit Servern des Herstellers.
Der Nutzer kann das das Schloss entweder über das Interface der App bedienen oder den Mechanismus auch durch Klopfen auf das Smartphone auslösen. Deutlich interessanter und im Alltag praktischer finden wir das automatische Aufschließen, sobald wir uns mit dem registrierten Smartphone der Tür nähern. Dies ist etwa dann praktisch, wenn der Nutzer beide Hände voll hat, beispielsweise mit Einkaufstüten.
Auto-Unlock-Funktion öffnet die Tür automatisch
Der Auto-Unlock-Mechanismus wird einfach über die App konfiguriert: Der Nutzer stellt sich dabei in die Nähe des Schlosses und lässt die Anwendung den aktuellen Standort finden. In Wohnungen ist es dabei manchmal nötig, sich ans Fenster zu stellen, um ein GPS-Signal zu bekommen - wir mussten das etwa in unseren Büroräumen so machen. Anschließend erkennt die Danalock-App, wenn sich der Nutzer dem registrierten Schloss nähert und schließt dieses automatisch auf. Dafür ist es natürlich notwendig, die Standortbestimmung aktiviert zu lassen - wer diese nicht zulässt, kann die Funktion nicht nutzen.
Auto-Unlock-Funktion bei kurzen Wegen nutzlos
Die Erkennung läuft dabei in zwei Schritten ab: Zunächst wird per GPS bestimmt, wenn der Nutzer in einen Radius von 100 Metern um das Schloss herum tritt (Geofencing). Dann wird die Erkennung per Bluetooth aktiviert. Erreicht der Nutzer mit dem registrierten Smartphone den Bluetooth-Bereich, öffnet sich das Schloss. Bei uns war das meist ein Bereich von ungefähr sechs Metern um das Danalock herum.









Der zweistufige Mechanismus mit dem GPS-Radius soll verhindern, dass das Schloss immer aufgeht, wenn der Nutzer innerhalb seiner Wohnung oder seines Hauses in den Bluetooth-Bereich des Danalocks kommt. Der Nachteil an dieser 100-Meter-Regel ist, dass sich die Tür nach einem kurzen Gang zum Mülleimer oder in den Keller nicht wieder automatisch öffnet, da der Nutzer den Geofencing-Bereich schlicht nicht verlassen hat. Das macht die Funktion in bestimmten Situationen nutzlos.
Automatisch abschließen lässt sich das Smartlock mit der Auto-Unlock-Funktion nicht; dies wäre allerdings auch nicht ratsam, da man als Nutzer letztlich nie wirklich wüsste, ob das Schloss die Tür wirklich verschlossen hat oder nicht. Ist das Smartlock allerdings so eingestellt, dass es sich nach dem Öffnungsvorgang nach einer festgelegten Zeit von selbst wieder verschließt, ist ein örtlich basierter Schließmechanismus auch gar nicht nötig. Das funktioniert bei unseren Versuchen tadellos, ebenso die zeitliche Kontrolle der Türfalle. Hier bietet sich eine kurze Öffnungszeit an, damit die Tür direkt wieder ins Schloss geworfen werden kann.
Der Hersteller selbst sagt, dass der Auto-Unlock-Mechanismus aktuell in neun von zehn Fällen funktioniere und er weiter daran arbeite, ihn zu perfektionieren. In unseren Versuchen hat das automatische Aufschließen gut funktioniert, mit einem iPhone allerdings etwas zuverlässiger als mit einem Android-Gerät.
Umfassende Nutzerverwaltung
Danalock bietet für sein Smartlock eine umfassende Nutzerverwaltung an. Hier können etwa Familienmitglieder festen Gruppen zugeordnet werden und Zugriff auf das Schloss erhalten. Dabei wird zwischen Besitzern, Installern und einfachen Nutzern unterschieden, die unterschiedliche Rechte zur Änderung der Einstellungen haben - mit dem Nutzer als niedrigsten Rang, der nur seine eigenen Informationen einsehen kann.
Zeitlich begrenzte Gastzugänge für Besucher
Auch explizite Gastzugänge sind möglich. Diese können zeitlich limitiert werden, zwischen einer Minute und mehreren Hundert Jahren ist alles möglich. Dieser zeitlich begrenzte Zugang bietet sich etwa an, um im Urlaub dem Nachbarn kurzzeitig den Zutritt zur Wohnung zu ermöglichen oder um Besuch einzulassen, ohne sich etwa aus dem Garten wegbewegen zu müssen. Die Gastzugänge können entweder über die App oder über das Web-Interface gewährt werden.









Bei uns funktionierte der zeitlich limitierte Zugang tadellos: Nach Ablauf der Zeit war es uns nicht mehr möglich, das Smartlock anzusteuern. Auch der Versuch, eine Kommunikation des genutzten Smartphones zum Danalock-Server zu unterbinden, indem wir den Flugmodus aktivierten und nur Bluetooth anschalteten, scheiterte; der Zugang wird tatsächlich nur mit einer festgelegten Laufzeit ausgegeben. Ist diese abgelaufen, erfolgt kein Zugriff mehr.
Übersichtliches Web-Interface
Das Web-Interface bietet eine deutlich umfangreichere Nutzerverwaltung als die Danalock-App. So ist im Verbindungsmenü direkt ersichtlich, welcher Nutzer mit welchem Schloss und welchem Smartphone verbunden ist. Neue Nutzer können einfach hinzugefügt, Verbindungen und Zugriffsrechte können per Klick zugewiesen oder entzogen werden.
Im Web-Interface können auch weitere sicherheitsrelevante Einstellungen vorgenommen werden. So kann etwa das Zeitintervall bestimmt werden, in dem ein zugelassener Nutzer seinen Schlüsselbund aktualisieren muss. Dies ist gerade bei längerfristigen Zugängen eine sehr wichtige Einstellung, bei deren Nutzung ein Danalock-Besitzer lieber zu konservativ als zu freizügig agieren sollte.
Gastzugänge mit Vorsicht vergeben
Hintergrund ist folgender: Wird einem Gast etwa ein langfristiger Zugang mit einem Schlüssel-Aktivierungs-Intervall von 24 Stunden gewährt, werden Änderungen an diesem Zugang erst mit der nächsten automatischen Aktualisierung wirksam - es sei denn, der betroffene Nutzer aktualisiert seinen Schlüsselbund vorher manuell. Das heißt, dass etwa der Entzug von Rechten auf Schlösser oder gar die Löschung eines Zugangs erst bei der nächsten Aktualisierung wirksam wird. In der Zwischenzeit hat der Nutzer weiter Zugriff auf das Danalock.
Daher empfiehlt es sich, sicherheitshalber das Aktualisierungsintervall kürzer einzustellen - beim Standardspeichern neuer Zugänge wird automatisch ein Intervall von 24 Stunden gewählt. Im Falle einer Änderung an den Zugriffsrechten werden diese bei kürzeren Intervallen letztlich schneller umgesetzt. Generell gilt beim Danalock: So verführerisch die einfache Herausgabe von Gastzugängen ist, letztlich ist dies nichts anderes, als jemandem einen Schlüssel zu seiner Wohnung oder seinem Haus zu leihen. Und hier sind die meisten Menschen auch äußerst vorsichtig - was man bei einem Smartlock beibehalten sollte.
Sperrung aller Zugänge aus der Ferne nicht möglich
Über das Web-Interface gibt es keine Möglichkeit, einen Nutzer sofort zu sperren, wenn man nicht selbst direkten Zugriff auf das Danalock hat. Sollte es dennoch einmal nötig sein, einen Zugriff sofort zu beenden, können alle Zugänge durch einen Eingriff am Smartlock selbst zurückgesetzt werden. Dazu legt der Nutzer einen Finger auf den Sensor und wartet fünf Piepsignale ab; anschließend ist keiner der vergebenen Zugänge mehr aktiv. Allerdings muss sich dann auch der Besitzer neu anmelden.









Ein großer Vorteil des Web-Interfaces ist die Möglichkeit, sich unkompliziert und vor allem preiswert einen Zugang zu seiner Wohnung oder seinem Haus zu verschaffen, wenn man sich ausgesperrt hat. Sollte der Nutzer es geschafft haben, sowohl einen Schlüssel als auch sein Smartphone im Haus zu lassen, genügen ein PC und ein Smartphone eines Nachbarn, um einen Gastzugang einzurichten und wieder in die Wohnung zu kommen. Billiger als ein Schlüsseldienst ist das allemal.
Gedanken zur Sicherheit
Die generelle Sicherheit des Danalocks reicht durch eine AES-128-Verschlüsselung einer Bluetooth-Smart-Verbindung dazu aus, dass sie nicht ohne weiteres zu knacken ist. Manch ein Smartlock-Interessierter mag sich unwohl fühlen bei dem Gedanken, dass sich seine Wohnungs- oder Haustür mit einem Smartphone öffnen lässt. Bei genauerem Nachdenken über potentielle Einbrecher sind diese Befürchtungen jedoch kaum berechtigt.
Zum einen weiß ein Einbrecher in den meisten Fällen nicht, dass sich hinter dem Türschloss ein elektronisch gesteuertes Smartlock befindet. Für ihn ist die Verriegelung also nichts anderes als jedes andere Schloss, das er knacken kann oder zumindest will. Entsprechend wird er kaum mit elektronischen Hilfsmitteln überprüfen, ob es sich um ein Smartlock handelt, sondern sich einfach ans Aufbrechen machen. Und selbst wenn ein Einbrecher weiß, dass die Haustür mit dem Danalock gesichert ist, würde es ihn um ein Vielfaches mehr an Mühe kosten, das Schloss zu hacken, statt es einfach aufzubrechen. Im Zweifelsfall tritt ein Einbrecher eher die Tür ein oder steigt durch einen anderen Zugang wie ein Fenster in das Haus ein, was deutlich einfacher ist.
Letztlich ist das Danalock nicht sicherer oder unsicherer als ein ganz normales Schloss. Worauf Nutzer hingegen unbedingt achten sollten, ist ein sorgfältig ausgesuchtes, sicheres Passwort für das Web-Interface, das möglichst nicht über einen Passwort-Manager gespeichert wird. Zudem sollten alle Smartphones, die über einen Zugriff auf das Schloss verfügen, unbedingt einen guten Passwortschutz haben. Falls es das Betriebssystem erlaubt, Apps zusätzlich mit einem Code zu sichern, wie etwa Huaweis Emotion UI, sollte dies genutzt werden. Außerdem sollten Schlossbezeichnungen, die die Adresse beinhalten, vermieden werden - schließlich hängt man auch keinen Adresszettel an einen echten Schlüssel.
Ersatzschlüssel sollte greifbar bleiben
Einen der fünf mitgelieferten Schlüssel sollten Nutzer immer bei sich tragen oder zumindest irgendwo deponieren, wo sie im Ernstfall schnell an ihn herankommen. Sei es aufgrund einer leeren Batterie oder einer sonstigen Störung: Das Danalock ist ein elektronisches Gerät, das aus welchen Gründen auch immer versagen kann.
Wie uns von einer Versicherung mitgeteilt wurde, spielt der Umstand, dass eine Wohnungstür mit einem Smartlock gesichert ist, keine Rolle im Schadensfall. Allerdings muss der Mieter beziehungsweise Wohnungs- oder Hausbesitzer wie bei jedem Einbruch nachweisen, dass eingebrochen wurde; normalerweise lässt sich dies recht leicht bewerkstelligen, wenn Einbruchsspuren vorhanden sind. Fehlen diese, helfen beim Danalock beispielsweise die Log-Datei und der Nachweis, zur registrierten Öffnungszeit des Schlosses nicht zu Hause gewesen zu sein.
Verfügbarkeit und Fazit
Das Danalock ist in Deutschland in der Bluetooth-Version für 230 Euro erhältlich. Mit zusätzlicher Z-Wave-Option kostet das Smartlock um die 250 Euro.









Fazit
Das Danalock funktioniert in unserem Test gut: Sowohl das normale Aufschließen per App als auch das Aufhalten der Türfalle und das automatische Verschließen der Tür klappen problemlos. Auch die Auto-Unlock-Funktion arbeitet in unseren Versuchen stets zuverlässig. Bei kurzen Wegen innerhalb des Geofencing-Bereiches ist sie allerdings nutzlos.
Jedoch öffnet sich das Schloss nicht sonderlich schnell: Selbst in der schnellsten Einstellung benötigen wir mindestens genauso lange wie mit einem herkömmlichen Schlüssel. Bei schwergängigeren Schlössern muss unter Umständen die Geschwindigkeit verringert werden, um mehr Kraft auf den Zylinder auswirken zu können. Dann verlängert sich die Aufschließzeit nochmals.
Die Nutzerverwaltung ist gut durchdacht, zudem sind sowohl das Web-Interface als auch die App übersichtlich und erleichtern die Benutzer- und Schlösserverwaltung. Das Danalock ist nicht sicherer oder unsicherer als ein herkömmliches Schloss - vorausgesetzt, der Besitzer geht mit der virtuellen Schlüsselverwaltung genauso sorgfältig um, wie er es mit echten Schlüsseln tun würde.
Das Schloss kann dank der Nutzerverwaltung im Alltag durchaus ein Plus an Komfort bringen. Wer allerdings bisher nicht die Notwendigkeit gesehen hat, anderen Menschen Zugang zu seiner Wohnung oder seinem Haus zu gewähren, wird von dieser Funktion nicht viel profitieren.
Der Preis von mindestens 230 Euro für das Danalock ist für das, was es kann, sicherlich angemessen. Zu beachten ist dabei, dass das Schloss selbst eingebaut werden muss. Wer sich für ein Smartlock interessiert, sollte das Danalock definitiv auf seiner Liste haben.
Nachtrag vom 12. Mai 2015, 14:30 Uhr
Auf Nachfrage hat uns eine Versicherung über die rechtliche Lage bei Einbrüchen in mit Smartlocks gesicherte Wohnungen und Häuser aufgeklärt. Wir haben dementsprechend eine Passage am Ende des Haupttextes ergänzt.



