Dallas: Googles Streetview-Autos erschnüffeln Gaslecks

Hunderte von kleineren und größeren Leckagen in Gasleitungen sind mit Hilfe von Google Street View in Dallas entdeckt worden. Die Stadt in Texas ist die neuntgrößte der Vereinigten Staaten. Im innerstädtischen Bereich wohnen 1,2 Millionen Menschen, im Metropolbereich etwa 6,5 Millionen.

Der Environmental Defense Fund hat eine Karte vorgestellt, die in 17 Stadtbezirken zeigt, wo Erdgas aus dem Boden strömt, und wie groß die Lecks sind. Die Messungen fanden in Zusammenarbeit mit Google Earth Outreach(öffnet im neuen Fenster) und dem Gasnetzbetreiber Atmos Energy statt. Gassensoren an den Google-Autos haben dabei während der Aufnahmen für Street View die Methankonzentration in Bodenhöhe gemessen und aufgezeichnet.
Die Gaslecks stellten zwar keine unmittelbare Gesundheitsgefahr da, betonte der Netzbetreiber, seien aber schädlich für die Umwelt: Methan ist ein Treibhausgas. Außerdem zahlen die Bewohner von Dallas mit ihren Rechnungen indirekt auch das verlorengegangene Gas, da der Betreiber dies in seiner Kalkulation der Transportkosten mit aufnimmt.
Bis 2021 will Atmos Energy laut einem Bericht von Dallas News(öffnet im neuen Fenster) alle gusseisernen Rohre und Stahlrohre austauschen. Sie sind besonders anfällig für Lecks. Bei dem Gaskartografierungsprojekt(öffnet im neuen Fenster) machen auch Boston, Los Angeles, Chicago und Jacksonville mit. Entwickelt wurde das Forschungsvorhaben von der Colorado State University.