Daimler: Brennstoffzellen-Auto verliert an Priorität
Wie die Website Smart2Zero(öffnet im neuen Fenster) berichtet, will Daimler-Chef Dieter Zetsche die Entwicklung von Brennstoffzellen-Autos nicht mehr vorantreiben. Sinkende Akkukosten sorgten dafür, dass die Brennstoffzellen-Fahrzeuge nicht mehr wettbewerbsfähig gegenüber Elektroautos sind.
Zetsches Aussagen könnten die Abwicklung eines Abkommens von 2013 ankündigen, das Ford, Daimler und Renault-Nissan geschlossen hatten. Damals ging es um eine gemeinsame Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie. Mittlerweile erreichen Elektroautos Reichweiten, die denen von Wasserstoff-Brennstoffzellen-Autos ebenbürtig sind. Als Beispiel kann der Toyota Mirai dienen. Das Wasserstofffahrzeug, das in Deutschland für rund 80.000 Euro angeboten wird, soll mit einer Tankfüllung 500 km weit kommen. Das Betanken mit Wasserstoff dauert etwa fünf Minuten – es geht also ähnlich schnell wie das Tanken mit herkömmlichem Treibstoff. Das ist ein großer Vorteil gegenüber Elektroautos.

Aktuell steht die Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland(öffnet im neuen Fenster) und den USA noch am Anfang. In Kalifornien gibt es allerdings ein Netz von Tankstellen für diesen Energieträger, während es in Deutschland nur wenige Tankmöglichkeiten für Wasserstoff gibt.
Flüssiger Wasserstoff muss recht energieintensiv hergestellt werden. Für den Einsatz in Autos müsste die Produktion ausgeweitet und die Infrastruktur zur Verteilung aufgebaut werden.
Ganz gibt Daimler Brennstoffzellen jedoch nicht auf. Noch in diesem Jahr soll eine kleine Stückzahl des SUVs GLC(öffnet im neuen Fenster) als Brennstoffzellen-Fahrzeug gebaut werden. Daimler will bis 2022 zehn neue Elektroautos auf den Markt bringen. Ursprünglich war geplant, sich drei Jahre länger Zeit zu lassen. Gleichzeitig setzt die Industrie nun auf Hybridfahrzeuge, also eine Kombination aus Verbrennungsmotor und Elektromotor.
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