Daimler: Autos kommen bald ohne Fahrer aus

Autonomes Fahren wird serienreif: 2020 soll die Technik so weit sein, dass sich Autos auf der Autobahn selbst steuern - davon ist ein Entwickler des Stuttgarter Autoherstellers Daimler überzeugt. Beim Stadtverkehr gibt es aber einige unerwartete Schwierigkeiten.

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Konzeptauto Mercedes F 015: Ganz neue Formen sind möglich.
Konzeptauto Mercedes F 015: Ganz neue Formen sind möglich. (Bild: Daimler)

Sag Ade zum Autofahren: Schon in wenigen Jahren werden sich Autos selbst steuern, glaubt der Autohersteller Daimler. "Ab 2020 werden wir serienreife Fahrzeuge haben, die sich autonom auf Autobahnen bewegen", sagte Ralf Herrtwich, Leiter der Abteilung für autonomes Fahren bei Daimler, der Tageszeitung Die Welt.

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Zunächst würden die Autos der Oberklasse mit solchen System ausgestattet. "Die Möglichkeit, autonom zu fahren, wird zunächst bei den Premium-Fahrzeugen kommen, aber die Technologie wird bezahlbar sein", sagte Herrtwich. "2.000 bis 4.000 Euro zusätzlich wird die entsprechende Technik kosten, je nachdem wie autonom man unterwegs sein will."

Die neue E-Klasse kommt 2016

Im kommenden Jahr will Daimler eine neue E-Klasse auf den Markt bringen, eine Modellreihe der oberen Mittelklasse. Diese wird Daimler offensichtlich mit weiteren Assistenzsystemen ausrüsten - Herrtwich sagte: "Lassen Sie sich überraschen, was die zum Thema autonomes Fahren bieten wird!"

Viele Autos, gerade in der Oberklasse, verfügen ja heute schon über viele Assistenzsysteme: Sie regulieren beispielsweise den Abstand zum vorfahrenden Auto ein, halten die Spur oder helfen beim Einparken.

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Von dort ist es nicht weit zum vollautonomen Fahren. Wie weit diese Systeme heute schon sind, hat Daimler 2013 gezeigt: Das Unternehmen ließ ein Fahrzeug der S-Klasse, den Mercedes S 500 Intelligent Drive, autonom die Bertha Benz Memorial Route fahren. Zum Einsatz kam seriennahe Technik, die lediglich durch einige weitere Sensoren ergänzt wurde.

Weitere solche Systeme werden folgen. Sie eigneten sich zunächst jedoch eher für Autobahnen und Bundesstraßen, sagte Herttwich. In den Städten werden Autos wohl erst 2030 autonom unterwegs sein.

Selbst fahrende Autos sehen anders aus

Selbst fahrende Autos sind sicher auch eine Herausforderung für die Designer. Diese werden nicht mehr unbedingt aussehen wie die Autos, die wir heute kennen - eine Entwicklung, die die Autos schon einmal durchgemacht haben. "Die ersten Motorfahrzeuge waren zunächst nur Kutschen ohne Pferde. Dann begriff man, dass ohne Zugtiere ganz neue Formen möglich sind. So weit sind wir inzwischen auch bei der Arbeit an den fahrerlosen Autos."

Wie das aussehen kann, haben die Schwaben im Januar gezeigt: Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas präsentierte Daimler das Konzeptauto Mercedes F 015. Es hat keine Windschutzscheibe, dafür drehbare Sitze. Die Insassen können sich damit beispielsweise wie im Zug gegenübersitzen. Da niemand fahren muss, können die Passagiere es sich bequem machen, arbeiten oder kommunizieren.

Autonomie bringt Sicherheit

Ziel des autonomen Fahrens ist, den Straßenverkehr sicherer zu machen. Automatische Systeme haben eine viel kürzere Reaktionszeit als Menschen. Sensoren erkennen Gefahren besser und früher. Dunkelheit oder Wetterphänomene wie Schneetreiben seien lösbare Probleme.

Schwieriger hingegen seien Ampeln: "An großen Kreuzungen stehen oft mehrere davon, dazu grüne Pfeile für Abbieger. Zusätzlich gibt es andere farbige Lichtquellen wie Rückleuchten. All das auseinanderzuhalten und richtig einzuordnen, ist für die Systeme schwer", sagte der Daimler-Entwickler. "Das haben wir uns leichter vorgestellt, daran müssen wir noch kräftig arbeiten."

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Heinzel 08. Mär 2015

Also Fenster zum runterkurbeln gabs bei uns im Westen schon vorher!

Johnny Cache 04. Mär 2015

Die Relativgeschwindigkeit ist aber egal. Zwei gleiche Fahrzeuge frontal mit selber...

Captain 03. Mär 2015

wozu gibts die cloud und die NSA *gg

Michael H. 03. Mär 2015

Na zum Glück... sonst würden so manche Penner auf der Autobahn gar nicht mehr blinken...



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