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Dänemark: Teslas Werbevideo für FSD Supervised enthält Verkehrsverstöße

In Dänemark wurde FSD Supervised genehmigt – ein neues Promo-Video von Tesla zeigt aber zahlreiche Verkehrsverstöße.
/ Tobias Költzsch
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FSD Supervised in einem Tesla Model 3 (Bild: Friedhelm Greis/Golem)
FSD Supervised in einem Tesla Model 3 Bild: Friedhelm Greis/Golem

Tesla hat ein Video veröffentlicht, in dem es für seinen autonomen Fahrmodus FSD Supervised in Dänemark wirbt. In dem skandinavischen Land wurde der Dienst, bei dem Fahrer die Hände nicht am Steuer lassen müssen, Tesla zufolge zugelassen. Das Video selbst ist aber eher keine gute Werbung für FSD Supervised, wie Electrek(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf die dänische Zeitung Politiken(öffnet im neuen Fenster) bemerkt.

Der Tesla im Video soll eine Reihe von Verkehrsverstößen begangen haben. So ist er unerlaubt rechts abgebogen, auf einer Busspur und auf einem Radweg gefahren und in eine Straße eingebogen, die für Autos gesperrt ist. Der dänische Automobilverband FDM nennt die Fahrweise "besorgniserregend" und "ziemlich kritisch".

Der Rollout von FSD Supervised in Dänemark soll bald beginnen, so Tesla. Der Fahrmodus erfordert, dass Fahrer aufmerksam sind und im Zweifel eingreifen. Im Falle des Werbevideos hätte die Person am Lenkrad eigentlich eingreifen müssen. Tesla sichert sich mit diesem Hinweis in der Regel ab, in Promo-Material wird FSD Supervised allerdings oft als vollkommen autonomer Fahrassistent hingestellt.

Zweites Video zeigt Fahrer beim Kaffeekochen

Das wird auch durch ein weiteres Werbevideo(öffnet im neuen Fenster) unterstützt, das Tesla Ende Mai 2026 auf X veröffentlicht hat. In diesem sind eine Reihe von Personen zu sehen, die FSD Supervised so verwenden, wie es gedacht ist – mit der Aufmerksamkeit auf der Straße. Ein Fahrer erzählt allerdings, dass er sich während der Fahrt immer einen Espresso mit einer tragbaren Kaffeemaschine zubereitet.

Dies erweckt den Eindruck, dass Fahrer nicht aufmerksam sein müssen – was nach rechtlicher Lage nicht der Fall ist. Electrek weist darauf hin, dass derartige Videos Tesla vor Gericht in eine schwierige Lage bringen könnten. Tesla weist bei seiner Verteidigung darauf hin, dass Fahrer immer aufmerksam sein müssen; Kläger können nun das Werbevideo anführen, in dem Tesla damit wirbt, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen.


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