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Dänemark: Missbrauch der Elektro-Kaufprämie in Grenznähe

In Deutschland gibt es bis zu 9.000 Euro Förderung beim Kauf von Elektroautos , in Dänemark ist eine Luxussteuer fällig. Das sorgt für eine Schieflage.
/ Andreas Donath
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Dänische Autobörse bilbasen.dk (Bild: bilbasen.dk/Mockdrop)
Dänische Autobörse bilbasen.dk Bild: bilbasen.dk/Mockdrop

In der Nähe der deutsch-dänischen Grenze werden Fahrer von Elektroautos angesprochen, ob sie ihre Fahrzeuge nicht verkaufen wollen. Dabei werden attraktive Preise geboten. Auch auf einschlägigen Autobörsen im Netz wie beispielsweise bilbasen.dk(öffnet im neuen Fenster) werden hohe Preise gezahlt. In Dänemark sind seit kurzem hohe Aufschläge für Neuwagen fällig, auch wenn es sich um E-Fahrzeuge handelt, in Deutschland werden die Fahrzeuge dagegen mit bis zu 9.000 Euro gefördert. Hält der Fahrer das Auto ein halbes Jahr, kann er die Prämie behalten. Dieses Ungleichgewicht nutzen dänische Händler aus und bieten oft bei gebrauchten Elektroautos den Neupreis an(öffnet im neuen Fenster) .

Die FDP will diese Förderung abschaffen, weil so ein Missbrauch sonst weiterhin möglich bleibt. Wie der Focus berichtet(öffnet im neuen Fenster) , fordern FDP-Schatzmeister Hermann Otto Solms und FDP-Steuerexperte Markus Herbrand deshalb ein Ende der Subventionen. Die Fahrzeuge müssten sich dem freien Wettbewerb stellen, heißt die Forderung.

Das könnte den Kauf von Elektroautos allerdings zum Erliegen bringen – die Fahrzeuge sind ohne Förderung erheblich teurer als solche mit Verbrennungsmotor. Eine Alternative wäre, die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor wie in Dänemark mit deutlich höheren Abgaben zu belegen, um sie unattraktiv zu machen. Dies ist allerdings wegen der wirtschaftlichen Abhängigkeit Deutschlands zur klassischen Fahrzeugproduktion derzeit unrealistisch.


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