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DAB+: Radiosender warnt vor schneller UKW-Abschaltung

Das Analogradio soll abgeschaltet und durch DAB+ ersetzt werden. Doch dafür brauchen nicht nur die Empfänger neue Geräte - auch für viele kleine Radiosender könnte das zu teuer werden.

Artikel veröffentlicht am ,
DAB+-Tagung der saarländischen Medienanstalt in Berlin
DAB+-Tagung der saarländischen Medienanstalt in Berlin (Bild: Andreas Franke Panabild.de)

Rundfunksender sollten sich nicht zur UKW-Abschaltung drängen lassen, weil nicht alle Radios im Haushalt ausgetauscht würden. Das hat Albert Malli, stellvertretender Senderchef Hitradio Ö3 (ORF), bei der DAB+-Tagung der saarländischen Medienanstalt LMS in Berlin gesagt.

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Malli führte aus: "Da aber nun schon 15,5 Millionen Radiogeräte in Österreich in Verwendung sind, ist der Umstieg nicht ohne weiteres zu schaffen. Pro Haushalt gibt es 5,5 Radiogeräte: im Auto, im Bad, im Kinderzimmer. Niemand ist bereit, all diese Geräte zu tauschen. Daher lassen wir uns auch von der Behörde nicht zu einem raschen Umstieg drängen." Man sei gut beraten, UKW möglichst lange und glücklich laufen zu lassen. In Österreich gibt es derzeit einen Testbetrieb für DAB+ in Wien.

Was kostet ein Digitalradio?

Digitalradios sind in Deutschland ab 25 Euro zu haben, sie sind als Multinormgeräte zusätzlich mit UKW ausgestattet. In Autos gehört DAB+ selten zur Serienausstattung. Weil die Sendernetze für DAB+ noch nicht vollständig ausgebaut sind, gibt es vor allem noch in ländlichen Gebieten und dort insbesondere innerhalb von Häusern Lücken bei der Versorgung mit Digitalradio.

Florian Philapitsch, stellvertretender Vorsitzender der österreichischen Medienbehörde KommAustria erklärte: "Ob DAB+ ein Erfolg wird, entscheiden letztlich die Konsumenten. Dafür müssen sie das neue Angebot aber erst einmal kennenlernen." Das wolle die Medienbehörde den Hörern mit einer Ausschreibung für einen nationalen Digitalradio-Multiplex im Jahr 2017 ermöglichen.

Regional erfolgreich, lokal zu teuer

Jürgen Lennartz, Chef der Staatskanzlei und Bevollmächtigter des Saarlandes beim Bund, betonte die Vorteile von DAB+. Jochen Fasco, stellvertretender Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM), sagte, dass die DLM sich klar zu DAB+ und somit für einen eigenen Übertragungsweg für das Radio bekenne. Dabei sei es wichtig, beim Umstieg auch lokale und nichtkommerzielle Anbieter zu berücksichtigen.

"DAB ist für nationale und regionale Radiostationen erfolgreich, aber diese Technologie ist für kleine Stationen zu teuer und nicht flexibel genug", sagte Peter Davies, Director of Content Policy der britischen Regulierungsbehörde OFCOM. Die OFCOM führt derzeit Tests dazu durch.



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EvilSheep 21. Jul 2015

Also gerade auf dem Land in der Regel eben garnicht! Das ist ein gravierender Nachteil...

Adurethor 20. Jul 2015

Doch hier empfängt man UKW!

Tigerfox 20. Jul 2015

Das ist aber in der gesamten Multimediaindustrie so. Ich habe so gut wie nie erlebt, dass...

Subsessor 20. Jul 2015

Edit: hat sich erledigt.

Subsessor 20. Jul 2015

Also ich halte 25EUR für ein DAB+-Radio schon mal mächtig übertrieben. Beim Chinesen...


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