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DAB+: Radiosender hoffen auf 5G als Übertragungsweg

Radiosender wollen den 5G-Standard nutzen, um ihre Inhalte zu verbreiten. Welche Möglichkeiten und Probleme es dabei gibt, wurde in Österreich besprochen.

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Markus Kiesenhofer, Corinna Drumm, Reiner Müller, Wolfgang Struber (v. l. n. r.)
Markus Kiesenhofer, Corinna Drumm, Reiner Müller, Wolfgang Struber (v. l. n. r.) (Bild: Verein Digitalradio Österreich)

Private Radiosender wollen 5G in Österreich für den Hörfunk nutzen. Die Möglichkeiten dazu wurden in der vergangenen Woche vom Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) und dem Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) auf Einladung des Vereins Digitalradio diskutiert. Der öffentlich-rechtliche ORF (Österreichischer Rundfunk) und der führende Privatsender Kronehit sind gegen die Einführung von DAB+.

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Der 5G-Standard könnte im Endgerätebereich ab 2025 ein neu zu entwickelnder Markt sein. Allerdings dürften viele andere Anwendungen dringend auf die Bandbreite von 5G angewiesen sein, weshalb es fraglich sei, ob 5G als wichtiger digitaler Übertragungsweg für Radio überhaupt Erfolg haben könne, sagte Reiner Müller, stellvertretender Geschäftsführer und Bereichsleiter Technik/IT der Bayerischen Landeszentrale. "Was ab 2030 im Rundfunk sein wird, kann heute jedenfalls nicht als Entscheidungsgrundlage für anstehende Fragen zur Digitalisierung des Hörfunks dienen", betonte Müller.

Im Programm der neuen österreichischen Bundesregierung ist neben dem Bekenntnis zur Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks auch das Ziel erklärt, Österreich zu einem der führenden Länder beim 5G-Ausbau zu machen.

Laut Wolfgang Struber vom Verein Digitalradio Österreich sind die analog-terrestrischen Möglichkeiten im UKW-Radiobereich qualitativ und quantitativ durch den regulierten Markt und den kostenlosen Zugang für die Hörer limitiert. "Daher ist die digitale Terrestrik jener Weg, den Hörfunk in die digitale Zukunft zu führen, ergänzt durch die Möglichkeiten des 5G-Standards, also eines nicht regulierten Marktes mit Zugangsbeschränkung für die Hörerinnen und Hörer", sagte Struber.

Weltweit, vor allem aber in Europa, zeichne sich DAB+ als ein maßgeblicher digitaler Standard für den Hörfunk ab. Auf diesen Standard vertrauten auch die Geräte- und Fahrzeugindustrie. Hintergrund ist, dass damit der Absatz vieler neuer Geräte möglich ist. "Maßgeblich ist dabei der programmliche Mehrwert durch mehr Radioprogramme für die Hörer, ein breiteres, bundesweites Hörfunkangebot free-2-air und das bei ökonomisch günstigeren Verteilungskosten. Ein medienpolitisches Abwarten bis 2025 gefährdet deshalb die Zukunftschancen der höchst erfolgreichen Mediengattung Hörfunk", erklärte Struber.

Ähnlich sah das Corinna Drumm, Geschäftsführerin des Verbands Österreichischer Privatsender: "Für die Zukunft des Mediums Radio ist es entscheidend, dass es auf allen Plattformen verfügbar ist." Der kommerziell weiterhin wichtigste Verbreitungsweg sei UKW. Zusätzlich würde auch die IP-basierte Verbreitung via Streams, Podcasts und anderem immer wichtiger. "Hinzu kommt die digitale Terrestrik in Form von DAB+, die ab 2018 in Österreich verfügbar sein wird. Der zügige Ausbau des DAB+-Netzes und eine rasche Marktdurchdringung mit DAB+-Endgeräten sind dabei erfolgskritisch."

Rundfunksender wollen kostenlosen Zugang zu 5G

Ebenso sei der Ausbau eines leistungsfähigen 5G-Netzes wichtig, nicht nur für die Versorgung der Bevölkerung mit Breitbandinternet, sondern auch mit österreichischen Rundfunkangeboten. "Bei der Versteigerung zukünftiger Mobilfunk-Frequenzspektren muss die Republik über entsprechende Auflagen sicherstellen, dass der mobile Zugang zu den Streamingangeboten österreichischer Rundfunkveranstalter für die Bevölkerung und die Rundfunkveranstalter kostenlos ist", forderte Drumm.

Laut Gerald Grünberger, Geschäftsführer des Verbands Österreichischer Zeitungen, könne 5G "ein wichtiger Impuls für den heimischen Wirtschafts- und Medienstandort werden. Unsere Mitgliedsmedien sind heute 360-Grad-Medienhäuser, die mit ihren Marken verstärkt auf hochauflösende Bewegtbilder setzen und für diese braucht es nun einmal höhere mobile Bandbreiten. Neue Netztechnologien würden zudem die Innovationspotenziale bei Liveübertragungen oder Virtual-Reality-Formaten nachhaltig erweitern".

Durch den neuen Mobilfunkstandard 5G verbessern sich die Möglichkeiten für ein ganz neues Radioangebot. Das sagte am 14. November 2017 Walter Berner, der technische Leiter der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK). Die Übertragung von Content und Streamingangeboten an Smartphones werde pro Bit deutlich günstiger. Das erlaube neue Programmformen und neue Geschäftsmodelle.



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r0ck5 20. Mär 2018

So so, deshalb gibt es auch einen eigenen Addressraum für IP Multicasting: 224.0.0.0 bis...

r0ck5 20. Mär 2018

Du meinst Amateurfunk. Für CB braucht man keine Lizenz.

M.P. 20. Mär 2018

Für TMC könnte man schon einen kostenlos verbreiteten Nachfolger bauen. Ob die...

nille02 19. Mär 2018

Mobilfunk unterstützt Multi- und Broadcast. Also ein Stream und viele gleichzeitige...

bionade24 19. Mär 2018

Zumindest in Bayern (k. A. wie wes in den anderen Ländern ist) gibt es mit BR Verkehr...


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