DAA MAC-PHY: Vodafone bietet bereits 1 GBit/s symmetrisch im Kabelnetz an
In Spanien bietet Vodafone in seinem Kabelnetz bereits eine Datenübertragungsrate von bis zu 1 GBit/s symmetrisch an. Das sagte Anabel Fernández, Senior Engineer Next Generation Access Networks/Solutions bei der Vodafone Group, am 14. November 2019 auf dem Cable Congress in Berlin.(öffnet im neuen Fenster) "Ich war dafür mitverantwortlich, das in Spanien aufzubauen. Jetzt bin ich bei der Vodafone Group unter anderem für den Ausbau in Deutschland und Albanien zuständig."
Nach den Worten von Fernández wurde DAA (Distributed-Access-Architecture) eingesetzt, was im Vergleich zu Technik, die auf herkömmliche CMTS- und CCAP-Kopfstellen setzt, die Kapazität erhöht und die Kosten reduziert. Durch Remote MAC-PHY-Technik wurden der PHY-Layer und die Docsis-Verarbeitung des MAC-Layers in die Access Nodes verlagert. So habe Vodafone in Spanien 1 GBit/s im Upload und im Download erreicht.
Vodafone hatte im Jahr 2014 in Spanien den Kabelnetzbetreiber Ono für 7,2 Milliarden Euro erworben. Laut Angaben seines Ausrüsters Huawei(öffnet im neuen Fenster) hat Vodafone in Spanien 7,9 Millionen Haushalte an seinem Kabelnetz.
"Der Verbrauch der Kunden ist weit von einem Gigabit entfernt", sagte Fernández. "Aber die Infrastruktur muss dafür vorbereitet sein. In Spanien ist der Konkurrenzdruck groß, denn überall gibt es FTTH." In Deutschland habe Vodafone "mehr Zeit, denn es gibt nicht so viel Konkurrenz. Aber wir sollten nicht schlafen."
Die Verstärkung des Upstreams auf 100 MBit/s sei nicht leicht gewesen. Einige Segmente im Netzwerk benötigten ein Upgrade. "Nach 8 Monaten stieg dann der Verbrauch der Kunden auf die angebotene Kapazität", erklärte Fernández.
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