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Hoher Traffic bei dezentralem System erwartet

Sowohl DP-3T als auch PEPP-PT sehen Verfahren vor, die die Kommunikation zwischen Backend und Nutzern obfuskieren sollen. Damit soll sichergestellt werden, dass aus dem Datentraffic nicht schon auf eine Infektion oder einen Kontakt geschlossen werden kann.

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Laut PEPP-PT könnte es wiederum problematisch werden, wenn beispielsweise 50 Millionen Nutzer sich stündlich mit einem Backend verbinden und die IDs infizierter Nutzer herunterladen müssten, wie es beim dezentralen System erforderlich wäre. Ein solcher Service, inklusive Aufbau von TLS-Verbindungen, sei im Grunde nur von den großen Cloudanbietern wie Amazon, Google oder Microsoft zu stemmen. Bei der geplanten Push-Benachrichtigung der Kontaktpersonen von Infizierten ließe sich der Traffic hingegen auf wenige Tausend Nutzer pro Stunde beschränken.

Regierung warnt vor Flickenteppich

Welches Konzept sich durchsetzt, ist derzeit schwer abzusehen. Bundesregierung und Bundesländer haben in der vergangenen Woche mitgeteilt, das Konzept von PEPP-PT zu unterstützen, "weil es einen gesamteuropäischen Ansatz verfolgt, die Einhaltung der europäischen und deutschen Datenschutzregeln vorsieht und lediglich epidemiologisch relevante Kontakte der letzten drei Wochen anonymisiert auf dem Handy des Benutzers ohne die Erfassung des Bewegungsprofils speichert". Jedoch soll "der Einsatz der App auf Freiwilligkeit basieren".

Bund und Länder kommen zu dem Schluss: "Ein Flickenteppich von nicht zusammenwirkenden Systemen würde den Erfolg der Maßnahme zunichtemachen." Das trifft in der Tat zu. Denn eine App auf Basis von DP-3T wäre nicht mit einem zentralen Server kompatibel. Auf der anderen Seite könnten viele Nutzer von der App-Installation abgeschreckt werden, wenn sie kein Vertrauen in den Schutz ihrer Daten haben.

Zweite Welle in Singapur

Ob die Corona-Apps den Erfolg garantieren, den sich Regierung und Entwickler davon versprechen, steht auf einem anderen Blatt. So hat der südostasiatische Stadtstaat Singapur schon früh auf eine Bluetooth-App gesetzt, um Infektionsketten ermitteln zu können. Dies konnte jedoch nicht verhindern, dass es nun zu einer zweiten Infektionswelle gekommen ist, die die erste bei Weitem übersteigt.

Nachtrag vom 21. April 2020, 16:21 Uhr

In einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage der Bundestagsabgeordneten Anke Domscheit-Berg teilte die Bundesregierung mit, dass sie derzeit weiterhin drei Modelle für Corona-Apps bewerte. Neben DP-3T und PEPP-PT zähle dazu noch die in Österreich eingesetzte Lösung der Accenture GmbH, heißt es in dem Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums vom 20. April 2020, das Golem.de vorliegt. Die Bundesregierung ziehe ausschließlich eine Nutzung der Corona-Tracking-App auf freiwilliger Basis und dabei solche Modelle und digitale Anwendungen in Betracht, "die den Vorgaben des Datenschutzrechts entsprechen, bei denen die Datenverarbeitung auf Basis einer Einwilligung erfolgt, keine Standortdaten erhoben werden, höchstmögliche Sicherheitsstandards eingehalten werden, die Information der betroffenen Personen anonym erfolgt und das Modell anwenderfreundlich konzipiert sowie technisch geeignet ist, eine epidemiologisch nachvollziehbare Kontaktverfolgung zu ermöglichen".

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narfomat 28. Apr 2020

der punkt bei der sache sind schlicht und ergreifend rechtliche aspekte. unterhaltet euch...

flasherle 24. Apr 2020

Wenn man sich selber an seiner maske ansteckt hatte man es selbst schon...

DieTatsaechlich... 23. Apr 2020

Mal zum Vergleich: Spiegel-Online verzeichnet pro Tag allein 20 Millionen "Unique User...

DieTatsaechlich... 23. Apr 2020

Antikörper werden ab dem 5 und sicher ab dem 7 Tag gebildet. Deine Besorgnis ist...

DieTatsaechlich... 23. Apr 2020

Nein. Die Untersuchungen in Heinsberg haben doch gezeigt, das die Ansteckung nicht über...


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