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Cypress Semiconductor: Infineon will Konkurrenten für 9 Milliarden US-Dollar kaufen

Infineon Technologies will in seiner bisher größten Übernahme den Konkurrenten Cypress Semiconductor kaufen. Doch die Übernahme benötigt die Zustimmung der US-Behörden.
/ Achim Sawall
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Infineon-Chef Reinhard Ploss (Bild: REUTERS/Michael Dalder/)
Infineon-Chef Reinhard Ploss Bild: REUTERS/Michael Dalder/

Infineon Technologies will den Konkurrenten Cypress Semiconductor für 9 Milliarden US-Dollar kaufen. Das gab das Unternehmen am 3. Juni 2019 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Damit würde Infineon zum größten Hersteller von Chips im Automobilmarkt.

Notwendig für die Übernahme ist noch die Zustimmung der Aktionäre von Cypress und der zuständigen Aufsichtsbehörden. Der Abschluss wird erst Ende des Kalenderjahres 2019 oder Anfang 2020 erwartet.

Der US-amerikanische Halbleiterhersteller Cypress hat seinen Firmensitz in San José im US-Bundesstaat Kalifornien. Infineon-Chef Reinhard Ploss sagte: "Damit erschließen wir große zusätzliche Wachstumspotenziale in den Bereichen Automobil, Industrie und Internet der Dinge." Steve Albrecht, Vorsitzender des Board of Directors von Cypress, erklärte, dass zuvor mehrere Unternehmen ein Kaufinteresse geäußert hätten.

Erweitertes Angebot an Mikrocontrollern und NOR-Flash-Speichern

Cypress verfügt über ein Angebot an Mikrocontrollern sowie Software und Connectivity-Komponenten, wodurch die Leistungshalbleiter, Sensoren und Sicherheitsprodukte von Infineon ergänzt würden. Bei Automobilhalbleitern soll das erweiterte Angebot an Mikrocontrollern und NOR-Flash-Speichern in Fahrerassistenzsystemen und neuen Elektronikarchitekturen im Fahrzeug eingesetzt werden.

Mit der starken Präsenz von Cypress in den USA, insbesondere bei Forschung und Entwicklung, will sich Infineon bei nordamerikanischen Kunden und in Japan stärken. Langfristig erwartet werden in Umsatzsynergien in Höhe von mehr als 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Infineon beabsichtigt, die Übernahme zu rund 30 Prozent durch neues Eigenkapital zu finanzieren, ohne die strategische Liquiditätsreserve anzutasten.


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