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Cypress Semiconductor: Infineon bekommt über 1 Milliarde Euro durch Aktienverkauf

Nach langem Widerstand aus den USA durfte Infineon Cypress Semiconductor kaufen. Dafür braucht der Chiphersteller erneut Geld.

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Infineon-Chef Reinhard Ploss
Infineon-Chef Reinhard Ploss (Bild: Michael Dalder/Reuters)

Infineon hat mit einer Kapitalerhöhung in kurzer Zeit rund 1,06 Milliarden Euro eingenommen. Das gab das Unternehmen am Dienstagabend bekannt. Die Aktien wurden für 19,30 Euro je Stück verkauft. Die Finanzmittel werden zur Bezahlung der Bankkredite der Cypress-Semiconductor-Übernahme eingesetzt.

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Für Infineon ist es die zweite Kapitalerhöhung für Cypress. Im Juni 2019 hatte der Konzern neue Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Euro ausgegeben. "Mit der Aktienplatzierung haben wir den angestrebten Eigenkapitalanteil der Gesamtrefinanzierung der Cypress-Akquisition komplettiert", sagte Sven Schneider, Finanzvorstand von Infineon. "Bereits im letzten Jahr hatten wir angekündigt, rund 30 Prozent des Transaktionswerts mit Eigenkapital finanzieren zu wollen." Durch hohes Investoreninteresse sei eine Verteilung unter institutionellen Anlegern weltweit gelungen, und dies in "Zeiten größerer weltwirtschaftlicher Unsicherheiten", betonte Schneider.

Infineon hatte im Juni 2019 die Übernahme des Konkurrenten Cypress Semiconductor für 9 Milliarden US-Dollar angekündigt. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor berichtet, dass US-Sicherheitsberater Präsident Donald Trump empfehlen, die geplante Übernahme von Cypress Semiconductor durch Infineon zu blockieren. CFIUS stufe den Kauf als Risiko für die nationale Sicherheit ein. Das Gremium reagiert besonders empfindlich auf Transaktionen, die es chinesischen Käufern ermöglichen könnten, entwickelte US-amerikanische Technologie zu erhalten. Infineon erwirtschaftet rund ein Viertel seines Umsatzes in China.Erst im März 2020 hatte das Komitee für Auslandsinvestitionen (CFIUS) der USA den Kauf durch den deutschen Halbleiterhersteller zugelassen.

Infineon: Frühere Übernahme in den USA gescheitert

Mit dem Kauf wurde Infineon zum größten Hersteller von Chips im Automobilmarkt. Im Jahr 2017 versuchte Infineon, Wolfspeed zu kaufen. Dabei handelt es sich um einen Bereich der US-amerikanischen Cree für Leistungshalbleiter aus Siliziumkarbid. Die Übernahme wurde von CFIUS jedoch blockiert.

Cypress verfügt über ein Angebot an Mikrocontrollern sowie Software und Connectivity-Komponenten, wodurch die Leistungshalbleiter, Sensoren und Sicherheitsprodukte von Infineon ergänzt würden. Bei Automobilhalbleitern soll das erweiterte Angebot an Mikrocontrollern und NOR-Flash-Speichern in Fahrerassistenzsystemen und neuen Elektronikarchitekturen im Fahrzeug eingesetzt werden.

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