Cyborg: US-Forscher steuern Küchenschabe fern

Eine Küchenschabe läuft Schlangenlinien - nicht weil sie das will, sondern weil Forscher sie dazu bringen. Sie haben eine Fernsteuerung entwickelt, mit der sie das Insekt lenken können.

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Schabe mit Chip: klein, robust und wendig
Schabe mit Chip: klein, robust und wendig (Bild: NC State)

Wissenschaftler in den USA haben eine Küchenschabe mit einem Chip ausgestattet. Damit können sie das Insekt fernsteuern. Die Cyborgschabe könnte als mobile Plattform für Sensoren genutzt werden.

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Die Forscher haben einen Chip auf dem Rücken des Insekts, einer Madagaskar-Fauchschabe, angebracht. Zu dem System gehören ein Funkchip zum Senden und Empfangen von Daten sowie ein Mikrocontroller. Der Chiprucksack wiegt gerade mal 0,7 Gramm.

Fühler verdrahtet

Der Controller ist durch Drähte mit den Fühlern und den Cerci des Insekts verbunden: Darüber können die Forscher die Schabe nach ihren Vorstellungen steuern: Über die Cerci bringen sie die Schabe dazu, sich in Bewegung zu setzen. Die Cerci sind zwei Sensoren, vergleichbar Fühlern am Hinterleib des Insekts. Mit ihnen erfühlt es Luftbewegungen, die etwa von einem Fressfeind verursacht werden, vor dem es dann flieht. Werden die Cerci über die Drähte angeregt, läuft das Insekt los.

  • Die Schabe lässt sich an den aufgezeichneten Schlangenlinien entlangsteuern. (Foto: NC State)
  • Der nur 0,7 Gramm schwere Rucksack enthält einen Funkchip sowie einen Microcontroller, mit dem Steuersignale an die Schabe weitergegeben werden. (Foto: NC State)
Die Schabe lässt sich an den aufgezeichneten Schlangenlinien entlangsteuern. (Foto: NC State)

Gelenkt wird es über die Fühler: Damit erfasst es Hindernisse und weicht ihnen aus. Über die Drähte werden elektrische Impulse in das Gehirn der Schabe übertragen. Diese glaubt, mit dem Fühler ein Hindernis zu berühren und weicht in die entgegengesetzte Richtung aus. Auf diese Weise hätten sie die Schabe beispielsweise auf Schlangenlinien, die sie auf den Boden gezeichnet hatten, entlanglaufen lassen, berichteten die Forscher von der Universität des US-Bundesstaates North Carolina in Raleigh.

Schaben mit Sensoren

Küchenschaben seien klein, robust und wendig genug, um auch in enge Spalten vordringen zu können, sagte Alper Bozkurt, der an dem Projekt mitgearbeitet hat. Ziel sei, die Cyborgschaben mit Sensoren auszustatten, mit denen Retter beispielsweise in Trümmern nach Überlebenden suchen könnten. "Miniroboter zu konstruieren, die unter ungewissen und sich verändernden Bedingungen operieren können, ist enorm schwierig", erklärte Bozkurt. Sie hätten sich für die Cyborginsekten entschieden, da diese bereits Experten für solche Bedingungen seien.

Die Forscher haben ihre Entwicklung kürzlich auf der Conference of the IEEE Engineering in Medicine & Biology Society vorgestellt.

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Muttis_Liebling 16. Sep 2012

k.w.T.

__destruct() 12. Sep 2012

Wegen Mordes ganz sicher nicht, aber man würde wegen Totschlags angeklagt werden...

LucaTM 10. Sep 2012

StefanKehrer schrieb: Also wir sind, was unseren freien Willen angeht, SEHR...

StefanKehrer 10. Sep 2012

Hättest Du den verlinkten Artikel verstanden würdest Du hier nicht über Bäume schreiben...

Zyz 10. Sep 2012

Nunja, Menschen sind nicht unbedingt Arschlöcher. Naja eigentlich irgendwie schon aber...


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