Cyborg: Ein Roboter mit Herz

Hier schwimmt ein Cyborg: US-Forscher haben einen Schwimmroboter gebaut, der von Muskelzellen bewegt wird. Gesteuert wird er mit Lichtpulsen.

Artikel veröffentlicht am ,
Cyborg-Rochen: Körper aus Polymer, Skelett aus Gold, Zellen aus einem Herz
Cyborg-Rochen: Körper aus Polymer, Skelett aus Gold, Zellen aus einem Herz (Bild: Karaghen Hudson)

Ein Roboter aus lebenden Zellen: Wissenschaftler der Harvard-Universität haben einen Roboter gebaut, der von Muskelzellen aus dem Herz angetrieben wird. Der Cyborg imitiert einen Rochen und bewegt sich ähnlich wie dieser.

  • Größenvergleich: Original (rechts) und Cyborg zwischen Münzen (Foto: Karaghen Hudson)
Größenvergleich: Original (rechts) und Cyborg zwischen Münzen (Foto: Karaghen Hudson)
Stellenmarkt
  1. IT-System- und Anwendungsbetreuer (m/w/d)
    Stadt Freising Personalamt, Freising bei München
  2. IT-Berater bzw. IT-Beraterin (m/w/d) für ERP, Prozessautomation und 3rd-Level-Support
    Freie und Hansestadt Hamburg, Finanzbehörde, Landesbetrieb Kasse.Hamburg, Hamburg
Detailsuche

Der Roboter ist etwas über anderthalb Zentimeter lang und wiegt zehn Gramm. Er ist einem Rochen nachgebildet und gleitet wie das natürliche Vorbild mit eleganten Wellenbewegungen der Flossen durchs Wasser. Die Bewegungen führen etwa 200.000 genetisch veränderte Muskelzellen aus den Herzen von Ratten. Der Körper des Roboters besteht aus einem dünnen Polymer, das von einem Skelett aus Gold stabilisiert wird.

Das Skelett speichert Energie

Die Muskelzellen werden in einer Lage ausgebracht. Werden sie stimuliert, kontrahieren sie und ziehen die Flossen nach unten. Die Gegenbewegung nach oben ist passiv: Das Goldskelett speichert Energie und zieht die Flosse nach oben, wenn sich die Muskelzellen entspannen. Das erspart eine weitere Lage von Muskelzellen.

Damit die Muskelzellen kontrahieren, werden sie mit Licht stimuliert: Wenn sie ein Licht pulsieren lassen, schwimmt der Rochen darauf zu. Dafür seien die Zellen gentechnisch verändert worden, schreiben die Forscher um Sung-Jin Park in der Fachzeitschrift Science.

Bei höherer Frequenz schwimmt der Cyborg schneller

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Der Roboter lasse sich auch steuern, sagen die Forscher: Über die Frequenz der Lichtpulse werde die Geschwindigkeit geregelt. Sind die Lichtpulse asymmetrisch, wird eine Flosse stärker stimuliert als die andere - so kann der Roboter gelenkt werden.

Einer der Forscher aus dem Team, Kevin Kit Parker, hat bereits Erfahrung mit solchen biohybriden Systemen: Er war vor einigen Jahren an der Entwicklung des Medusoids beteiligt. Diese künstliche Qualle wurde ebenfalls von Herzmuskelzellen angetrieben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Akkutechnik
CATL stellt erste Natrium-Ionen-Akkus für Autos vor

160 Wh pro Kilogramm. 80 Prozent Akkuladung in 15 Minuten. 90 Prozent Kapazität bei minus 20 Grad Celsius. CATL startet eine neue Ära der Akku-Technik.
Eine Analyse von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Akkutechnik: CATL stellt erste Natrium-Ionen-Akkus für Autos vor
Artikel
  1. RDNA2-Grafikkarte: AMD bringt Radeon RX 6600 XT für 400 Euro
    RDNA2-Grafikkarte
    AMD bringt Radeon RX 6600 XT für 400 Euro

    Die bisher günstigste RDNA2-Grafikkarte ist für 1080p-Gaming ausgelegt und soll die Geforce RTX 3060 problemlos überholen.

  2. Erneuerbare Energien: Größte Gezeitenturbine geht vor Schottland in Betrieb
    Erneuerbare Energien
    Größte Gezeitenturbine geht vor Schottland in Betrieb

    Die Meere bieten viel Energie, die sich in elektrischen Strom wandeln lässt. In Schottland ist gerade ein neues Gezeitenkraftwerk ans Netz gegangen.

  3. Verschlüsselung: Windows-Verschlüsselung Bitlocker trotz TPM-Schutz umgangen
    Verschlüsselung
    Windows-Verschlüsselung Bitlocker trotz TPM-Schutz umgangen

    Eine mit Bitlocker verschlüsselte SSD mit TPM-Schutz lässt sich relativ einfach knacken. Ein Passwort schützt, ist aber nicht der Standard.

Deja-Vue 08. Jul 2016

Kwt

johnsonmonsen 08. Jul 2016

Hallo heisefan! Ich glaube fast, dass mittels spezialisierter Bakterien die...

b1n0ry 08. Jul 2016

Ich weiß ja nicht, was du dir da einbildest aber ich sehe da nur _eine_ Euromünze und...



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Bosch Professional günstiger • Asus TUF Gaming 23,8" FHD 144Hz 169€ • Acer-Chromebooks zu Bestpreisen (u. a. 14" 64GB 229€) • Alternate (u. a. Deepcool-Gehäuselüfter ab 24,99€) • EA-Spiele (PC) günstiger (u. a. Battlefield 5 5,99€) • Philips-Fernseher 65" Ambilight 679€ [Werbung]
    •  /