Cyberwar: USA und China verhandeln über Abkommen gegen Cyberangriffe

Die USA und China wollen ein Abkommen zum Schutz vor Cyberattacken schließen. Das berichtet die New York Times(öffnet im neuen Fenster) . Der Vertrag soll sich auf wichtige Teile der Infrastruktur des jeweils anderen Landes beziehen. Demnach verpflichten sich die beiden Länder, nicht als erstes einen Cyberangriff auf das andere zu starten.
Die Zeitung beruft sich auf einen hochrangingen Regierungsbeamten, der an den Gesprächen beteiligt gewesen sein soll. Demzufolge soll die Vereinbarung am kommenden Donnerstag, den 24. September 2015 vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping bekanntgegeben werden.
Banken und Kraftwerke sollen geschützt werden
Der Vertrag beinhalte allerdings nicht solche Attacken, für die China von den USA in der Vergangenheit immer wieder verantwortlich gemacht wurde, wie zum Beispiel der Angriff auf die Computer der US-Personalbehörde im Juni 2015. Stattdessen solle das Abkommen den Schutz vor Angriffen auf Banken, Mobiltelefonnetze, Kraftwerke und Krankenhäuser gewährleisten, schreibt die New York Times.
US-Präsident Obama warnte im April 2015, die Bedrohung durch Hacker gehöre zu den größten Herausforderungen für die Wirtschaft und die nationale Sicherheit seines Landes. Zugleich verfügte Obama einen Exekutiverlass, um Verantwortliche, die hinter solchen Angriffen stehen, mit Sanktionen zu belegen.



