Cyberwar: Der Informationskrieg hat begonnen

Das Jahr 2016 hat im politischen Bereich vor allem eins gebracht: Informationskampagnen, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Vom Hack der Kampagne der US-Demokraten über Fake-News bis hin zu vertraulichen Informationen über US-Sportler. Wie soll damit umgegangen werden?

Eine Analyse von veröffentlicht am
Die russische Hackergruppe Fancy Bear war dieses Jahr sehr aktiv.
Die russische Hackergruppe Fancy Bear war dieses Jahr sehr aktiv. (Bild: Fancy Bear)

Wann immer in der allgemeinpopulären Literatur vom Cyberwar die Rede ist, geht es um Szenarien wie einen totalen Blackout, Angriffe auf kritische Infrastrukturen oder die Manipulation der Verkehrssysteme, etwa durch einen Hack von Ampelanlagen. Und auch wenn solche Angriffe durchaus möglich sind, wie der Angriff auf das Stromnetz in der Ost-Ukraine, die Verwundbarkeit kritischer Infrastrukturen und die Unsicherheit von Ampelanlagen in Deutschland zeigen, haben wir im Jahr 2016 gesehen, dass Einflussnahme und Hacking anders eingesetzt werden, um in der Auseinandersetzung der Nationalstaaten an Macht und Einfluss zu gewinnen: durch gezieltes Leaken von durch Hacking-Angriffe gewonnenen Informationen, um Ereignisse zu manipulieren, etwa die US-Präsidentschaftswahl des Jahres 2016. Das Ziel ist klar: Die demokratischen Institutionen westlicher Staaten sollen gezielt unterminiert werden.

Seit diesem Jahr wird außerdem über ein weiteres, eng verwandtes Phänomen diskutiert: die sogenannten Fake-News. Dabei handelt es sich um Meldungen auf dubiosen Webseiten, die Skandale versprechen und vor allem in sozialen Medien um Aufmerksamkeit heischen. Diese Meldungen werden nach bisherigen Erkenntnissen meist nicht im Auftrag staatlicher Akteure verfasst, sondern rein mit der Absicht, schnelles Geld zu verdienen.

In einem Dorf in Mazedonien etwa besuchten Journalisten eine solche Gruppe, in den USA verbreiteten sich aber teilweise auch satirisch gemeinte Meldungen rasant, die von einigen Lesern offenbar für bare Münze genommen und auch von hochrangigen Mitgliedern der Kampagne des designierten US-Präsidenten Donald Trump weiterverbreitet wurden.

Wikileaks veröffentlicht Podesta-Mails

Im US-Wahlkampf war sowohl die staatlich gesteuerte Einflussnahme als auch das Phänomen der Fake-News zu beobachten. Die selbsternannte Enthüllungswebseite Wikileaks postete über Wochen täglich neue E-Mails aus der Kampagne von Hillary Clinton. Dies geht vor allem auf eine persönliche Fehde von Wikileaks-Gründer Julian Assange aus der Zeit von Clintons Laufbahn als US-Außenministerin zurück.

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Die demokratische Partei, die Sicherheitsfirma Crowdstrike und verschiedene US-Geheimdienste und die Bundespolizei FBI gehen davon aus, dass das Material Wikileaks durch Quellen aus dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugespielt wurde. Dieser steuert die Hackergruppe APT 28, die von zahlreichen Sicherheitsfirmen dem russischen Sicherheitsapparat zugeordnet wird und auch unter den Namen Fancy Bear, Sofacy oder The Dukes bekannt ist. Und auch wenn es zahlreiche Analysen gibt, die Russland und Wikileaks verbinden, streiten beide eine Zusammenarbeit ab.

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Wikileaks bestreitet russische Herkunft 
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DrWatson 30. Dez 2016

Du grenzt den Fokus immer so ein, wie es dir gerade in deine Argumentation passt. Mal...

Crass Spektakel 26. Dez 2016

Nein, eigentlich nicht ausser man liest viel russische Presse. Meine Aussage "Die...

Crass Spektakel 26. Dez 2016

Quellenangabe? Wie gesagt, ich hör zwar aus der Antiwest-Ecke oft diesen Vorwurf. Aber...

DerSkeptiker 25. Dez 2016

"...auch wenn der Sender Russia Today, offizieller Teil des russischen...



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