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Cyberwaffe: Attacke auf EU-Kommission wohl mit NSA- und GCHQ-Tool Regin

Bei einer großen Cyberattacke auf die EU-Kommission im Jahr 2011 wurde höchstwahrscheinlich die Cyberwaffe Regin verwendet, hat das BSI dem Spiegel bestätigt. Das Programm wird britischen und US-Geheimdiensten zugeordnet.
/ Nico Ernst
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Regin GSM Activity Log (Bild: Kaspersky)
Regin GSM Activity Log Bild: Kaspersky

"Wir haben das nachvollzogen, es gibt eindeutige Übereinstimmungen" , hat BSI-Vizepräsident Andreas Könen dem Spiegel(öffnet im neuen Fenster) mit Bezug auf die Cyberwaffe Regin gesagt. Sie soll bei Angriffen auf die EU-Kommission im Jahr 2011 eingesetzt worden sein. Die Sicherheitsexperten haben die auf den EU-Rechnern gefundene Malware mit einer ausführlichen Analyse(öffnet im neuen Fenster) von Regin verglichen, die Symantec im November 2014 veröffentlicht hat.

Dem Bericht des Spiegels zufolge war das Ergebnis, dass es sich um "genau diese Cyber-Angriffswaffe handelte" . Das Programm, das als eines der ausgefeiltesten Spionagewerkzeuge gilt, wird dem US-Geheimdienst NSA und seinem britischen Pendant GCHQ zugeordnet. Dass es auch bei den Attacken auf die EU eingesetzt wurde, hatte zuvor schon das Magazin The Intercept vermutet .

Auf Großbritannien und die USA als Urheber von Regin kamen auch Untersuchungen des belgischen Unternehmens Fox-IT, das Angriffe auf den Telekommunikationsprovider Belgacom mit der Cyberwaffe analysiert hatte. Mindestens seit dem Jahr 2010 soll der GCHQ weitreichenden Zugriff auf die Systeme von Belgacom gehabt haben.


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