Abo
  • Services:

Cybertruppe: Bundeswehr startet neue Abteilung für IT-Sicherheit

Der Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr wird künftig von 13.500 Soldaten und Zivilisten bevölkert. Ein kleiner Teil davon hat bereits seine Arbeit aufgenommen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat den ersten Schritt zur Aufstellung einer Cybertruppe vollzogen. Bei einem Empfang im Bendlerblock, dem Berliner Sitz des Verteidigungsministeriums, gründete sie am Mittwoch die Abteilung Cyber- und Informationstechnik (CIT). Im kommenden April soll eine militärische Organisationseinheit folgen, der etwa 13.500 Soldaten und zivile Mitarbeiter angehören werden. Die Bundeswehr tut sich allerdings schwer damit, die nötigen Computer- und Softwarespezialisten zu finden.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Reutlingen
  2. ESO Education Group, Deutschland

Zu den Aufgaben der neuen Einheit mit 130 Mitarbeitern gehören der operative Schutz der IT-Systeme, Cyberabwehr und Kryptosicherheit. Ihr Leiter ist der bisherige ThyssenKrupp-Manager Klaus-Hardy Mühleck. Die Abteilung soll aber auch zu Angriffen in der Lage sein. In fünf Jahren soll der Aufbau der Cybertruppe abgeschlossen sein. Von der Leyen reagiert damit auf die zunehmenden Attacken auf die Netze des Bundes. Derzeit sind es rund 6.500 pro Tag. "Heute ist ein wegweisender Tag", sagte von der Leyen beim Gründungsakt. "Wir machen heute einen großen Schritt in Richtung Zukunft der Bundeswehr."

Eigenständiger Bereich der Bundeswehr

Künftig sollen alle Soldaten und Zivilbeschäftigten, die in irgendeiner Form mit Informationstechnik, Computern und Netzwerken zu tun haben, in einer neuen Abteilung zusammengefasst werden. Bundeswehrtypisch mündet das in einer neuen Organisationsstruktur mit einem Drei-Sterne-General an der Spitze. Die 13.500 Dienstposten, mit denen der neue "militärische Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum" im kommenden Jahr seine Arbeit aufnehmen soll, machen die neue Organisation fast so groß wie die ganze Marine.

Die Cyber-Abteilung wird damit der sechste eigenständige Organisationsbereich der Bundeswehr sein. Damit erhalte Deutschland als eines der ersten Länder weltweit "eine Art Teilstreitkraft" für das Internet, sagte von der Leyen. Bisher gibt es neben Heer, Marine und Luftwaffe den Sanitätsdienst und die Streitkräftebasis, die sich um Logistik kümmert. Das Personal für die Cyber-Truppe soll zu 90 Prozent aus der Streitkräftebasis kommen.

Der Schwerpunkt soll auf Verteidigung liegen. Die Bundeswehr übt allerdings schon seit vielen Jahren auch Cyber-Angriffe. Eine kleine, geheim agierende Einheit in Rheinbach bei Bonn mit derzeit rund 60 Soldaten ist dafür zuständig. Im Herbst 2015 soll die Bundeswehr erstmals eine offensive Cyber-Operation durchgeführt haben. Sie soll sich in die internen Netze eines afghanischen Mobilfunkbetreibers gehackt haben, um Informationen über den Entführungsfall einer deutschen Entwicklungshelferin in dem Land zu erlangen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote

Lasse Bierstrom 07. Okt 2016

Besser heute! anfangen Kompetenz aufzubauen als morgen bei dem nächsten Vorfall #Neuland...

Arystus 06. Okt 2016

Und nicht vergessen das die Hacker immer mit Sturmhaube und Brecheisen vorm Computer...

peter.kleibert 06. Okt 2016

Jein, ich gebe dir Recht, insofern dass die Mittel falsch sind. Ich denke jedoch, dass...

NeoCronos 06. Okt 2016

das "Cyberministerium" und dann legen wir es für 2 Wochen komplett lahm um auch schön...


Folgen Sie uns
       


Apple iPhone Xr - Test

Das iPhone Xr kostet 300 Euro weniger als das iPhone Xs, bietet aber das gleiche SoC und viele andere Ausstattungsmerkmale des teureren Modells. Unterschiede gibt es bei der Kamera und dem Display: Das iPhone Xr hat keine Dualkamera und anstelle eines OLED-Bildschirms kommt ein LCD zum Einsatz.

Apple iPhone Xr - Test Video aufrufen
Deutsche Darknet-Größe: Wie Lucky demaskiert wurde
Deutsche Darknet-Größe
Wie "Lucky" demaskiert wurde

Alexander U. hat das Forum betrieben, über das die Waffe für den Amoklauf in München verkauft wurde. BKA-Ermittler schildern vor Gericht, wie sie ihm auf die Schliche kamen.
Von Hakan Tanriverdi

  1. Digitales Vermummungsverbot Auch ohne Maske hasst sich's trefflich
  2. Microsoft Translator Neuerungen versprechen bessere Übersetzungen
  3. Sci-Hub Schwedischer ISP blockt Elsevier nach Blockieraufforderung

Aufbruch zum Mond: Die schönste Fake-Mondlandung aller Zeiten
Aufbruch zum Mond
Die schönste Fake-Mondlandung aller Zeiten

Hollywood-Romantiker Damien Chazelle (La La Land) möchte sich mit Aufbruch zum Mond der Person Neil Armstrong annähern, fördert dabei aber kaum Spannendes zutage. Atemberaubend sind wie im wahren Leben dagegen Armstrongs erste Schritte auf dem Mond, für die alleine sich ein Kinobesuch sehr lohnt - der Film startet am Donnerstag.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Solo - A Star Wars Story Gar nicht so solo, dieser Han
  2. The Cleaners Wie soziale Netzwerke ihre Verantwortung outsourcen
  3. Filmkritik Ready Player One Der Videospielfilm mit Nostalgiemacke

Amazons Echo Show (2018) im Test: Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude
Amazons Echo Show (2018) im Test
Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude

Die zweite Generation des Echo Show ist da. Amazon hat viele Kritikpunkte am ersten Modell beseitigt. Der Neuling hat ein größeres Display als das Vorgängermodell und das sorgt für mehr Freude bei der Benutzung. Trotz vieler Verbesserungen ist nicht alles daran perfekt.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Update für Alexa-Display im Hands on Browser macht den Echo Show viel nützlicher
  2. Amazon Echo Show mit Browser, Skype und großem Display

    •  /