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Cybersicherheit: Atos versucht weiterhin Verkauf an die Regierung

Nach dem Scheitern der Übernahme von Atos ' Security- und Computing-Sparte hofft man doch noch auf eine Einigung.
/ Achim Sawall
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Atos' Schriftzug auf einem Gebäude in Rennes, Westfrankreich (Bild: DAMIEN MEYER/AFP via Getty Images)
Atos' Schriftzug auf einem Gebäude in Rennes, Westfrankreich Bild: DAMIEN MEYER/AFP via Getty Images

Atos setzt die gescheiterten Gespräche mit dem französischen Staat über den Verkauf von Konzernteilen fort. Das gab der angeschlagene französische IT-Konzern am 7. Oktober 2024 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Im Juni 2024 hat Atos ein Angebot über 700 Millionen Euro für den Bereich Cybersicherheit und Advanced Computing von der Regierung erhalten, das am 4. Oktober ohne eine Einigung ausgelaufen war.

Atos erklärte, man habe der französischen Regierung ein neues Angebot zur Fortsetzung der Gespräche vorgelegt. Der französische Staat will den Zusammenbruch des Konzerns verhindern, der IT-Services für die Regierung, Heimatschutz und das Militär anbietet.

Atos: Verkauf an Airbus für höhere Bewertung gescheitert

Zuvor wollte der weltgrößte Flugzeughersteller Airbus die Cybersicherheits- und Datensparte übernehmen. Nach sorgfältiger Prüfung entschied Airbus jedoch, die Gespräche nicht fortzusetzen, teilte der Konzern im März 2024 mit. Nach früheren Angaben von Atos bewertete Airbus die Sparten zusammen mit der Verschuldung auf 1,5 bis 1,8 Milliarden Euro.

Atos einigte sich im Juli mit Banken und Anleihegläubigern auf die Bedingungen einer finanziellen Umstrukturierung, nachdem separate Rettungsgespräche mit Aktionären gescheitert waren, darunter das Onepoint Konsortium des Investors David Layani. Im September stimmten Aktionäre und Gläubiger jedoch für ein Rettungspaket, das eine Finanzspritze sowie die Umwandlung von Schulden in Aktien umfasst.

Der bisherige Kernbereich IT-Services von Atos steht als Tech Foundations zum Verkauf.

Atos erklärte, jeder Verkauf an den französischen Staat müsse von einem Handelsgericht in Nanterre genehmigt werden, dem der Rettungsplan am 15. Oktober vorgelegt werde.

Der Börsenwert von Atos lag im Jahr 2019 zeitweise über zehn Milliarden Euro, mittlerweile ist auf unter 800 Millionen Euro gesunken.


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