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Das Logo des Kaspersky Cybersecurity Summit 2014 in San Francisco
Das Logo des Kaspersky Cybersecurity Summit 2014 in San Francisco (Bild: Kaspersky)

Industrie-Spionage ist der neue Trend

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Kasperskys CEO Eugene Kaspersky meint, dass sich die Landschaft der Cyberkriminalität bereits deutlich verschoben habe. "Es geht kaum noch darum, kleine Leute um relativ geringe Summen zu betrügen, sondern es zeigt sich, dass zunehmend Industrie-Spionage im ganz großen Stil betrieben wird", sagte er über den neuesten Trend. Hierbei greifen die Kriminellen die anvisierten Großunternehmen nicht direkt an, sondern versuchen über eine Schwachstelle in der Lieferantenkette oder eines Partners in das Zielnetzwerk einzudringen. Kaspersky verwies dabei auf den Einbruch in die IT-Systeme der US-Handelskette Target Ende vergangenen Jahres.

Damals konnten sich die Täter über das System eines kleinen Vertragspartners den Zugang zum Target-Netz verschaffen. Auch Fred Schwien, Sicherheits-Experte beim Flugzeughersteller Boeing, sieht die größten Risiken bei den Zulieferern. "Wir haben wöchentliche Meetings, die sich speziell mit den Problemen der Zulieferer-Sicherheit beschäftigen", sagte er über eine seiner Kontrollmaßnahmen, zu denen auch Abstimmungen mit dem FBI, der Flughafensicherheit und anderen US-Behörden gehören.

Internet der Dinge: Die Sicherheit gewinnt an Bedeutung

Da im Internet der Dinge (IoT) immer mehr ungeschützte Systeme vernetzt werden, gewinnt die IoT-Sicherheit ebenfalls immer mehr an Bedeutung. "Fast alle industriellen Steuerungssysteme wurden einstmals für eine in sich geschlossene Anwendung entwickelt, folglich wurden auch keine Cyberschutz-Maßnahmen implementiert. Da diese Systeme jetzt aber auf breiter Front ans IoT angeschlossen werden, sind sie extrem gefährdet", so Schwien über die neuen Internet-Anwendungen. Er und viele Industriesystemanbieter fordern deshalb schon seit geraumer Zeit international verbindliche IoT-Sicherheitsstandards. Doch Kaspersky ist da skeptisch. "Ich glaube nicht, dass es zu internationalen Maßnahmen kommen wird. Die Länder werden schon bald eigene Standards entwickeln, wobei die Großen anfangen und die Kleinen dann die für sie jeweils beste Vorlage übernehmen werden", lautet seine Prognose.

 Cybersecurity Summit: Kaspersky Lab zielt auf das Rechenzentrum

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