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Cyberpunk 2077 2.0: Linux schlägt Windows um mehr als 30 Prozent in Cyberpunk

Zumindest auf älterer AMD-Hardware kann ein Linux-System in Phantom Liberty einen ordentlichen Vorsprung zu Windows erlangen.
/ Oliver Nickel
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Phantom Liberty sieht grafisch eindrucksvoll aus. (Bild: Screenshot: Golem.de)
Phantom Liberty sieht grafisch eindrucksvoll aus. Bild: Screenshot: Golem.de

Der Youtube-Kanal Maximum Fury(öffnet im neuen Fenster) hat das neue Cyberpunk-Add-on Phantom Liberty (Test) im Techniktest ausprobiert. Dabei wurde ein System mit älterer AMD-Hardware jeweils unter Linux und Windows 11 separat getestet.

Im Vergleich stellte sich heraus: Das Linux-System, genauer gesagt die Fedora-Distribution Nobara, gibt 31 Prozent mehr Frames aus. Das ist ein deutlicher Unterschied, der auch bei der Spielbarkeit spürbar sein dürfte.

Bei der Hardware handelt es sich um ein Asrock-B550-Mainboard mit installiertem AMD Ryzen 5 5600 und einer AMD Radeon RX 5700 XT der ersten RDNA-Generation. Dazu kommen 16 GByte DDR4-Arbeitsspeicher. CPU, RAM und GPU werden übertaktet. Allerdings setzt Maximum Fury auf Undervolting, was beim verbauten 750-Watt-Netzteil nicht notwendig wäre, aber Energiekosten einsparen kann.

63 zu 48 fps

Das Spiel selbst wurde in 1080p getestet. Dabei wurden Texturen auf hoch gestellt. Weder Nvidia-Features wie DLSS und Raytracing noch AMD-Pendants wie Fidelity FX wurden aktiviert. Im Benchmark erreichte das Linux-System im Schnitt 63,72 fps. Auf Windows 11 waren es nur 48,55 fps. Auch minimale und maximale fps waren auf dem Linux-PC deutlich besser. Insgesamt sollte das Spiel so merklich flüssiger laufen.

Mehrere Faktoren könnten für den Leistungsgewinn verantwortlich sein. Bei 16 GByte RAM werden die Arbeitsspeicherreserven unter Windows 11 schnell knapp – vor allem bei einem speicherlastigen Titel wie Cyberpunk 2077. Linux hat hier meist einen Vorteil. Außerdem wird unter Linux Vulkan statt DirectX 12 verwendet. Möglicherweise ist die API effizienter. Vulkan wird von AMD aktiv mitentwickelt. Es ist möglich, dass AMD-Hardware darauf besonders effizient läuft.

Unabhängig davon eignet sich ein Linux-OS für einige Games offensichtlich sehr gut. Durch Valve und den Erfolg des Steam Deck werden auch immer mehr Spiele für Linux angepasst. Es ist daher eine gute Zeit für Linux-Gaming.


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