• IT-Karriere:
  • Services:

Cyberkriminalität: Microsoft schaltet Zeus-Botnetze aus

Zusammen mit Partnern aus der Finanzindustrie und dem IT-Sicherheitsspezialisten Kyrus Tech ist es Microsoft gelungen, zwei der größten und gefährlichsten Zeus-Botnetze unter seine Kontrolle zu bringen. Die Systeme wurden genutzt, um Identitäten zu stehlen und so an Geld der Opfer zu gelangen.

Artikel veröffentlicht am ,
Beschlagnahme der Kommando- und Kontrollserver eines Zeus-Botnetzes
Beschlagnahme der Kommando- und Kontrollserver eines Zeus-Botnetzes (Bild: Microsoft)

Mit dem Zeus-Trojaner ist es möglich, über Man-in-the-Middle-Angriffe Zugangsdaten zu Bankkonten zu stehlen. Einmal installiert, überwacht der Trojaner die Onlineaktivitäten der Opfer und startet beim Besuch bestimmter Bank- oder E-Commerce-Webseiten einen Keylogger, um jeden Tastenanschlag aufzuzeichnen. So können Angreifer die Zugangsdaten für Bankkonten und Onlineshops ausspähen. Verteilt wird die Software vor allem über Drive-by-Download und Phishing.

Stellenmarkt
  1. SOG Business-Software GmbH, Hamburg
  2. Stadtwerke Heidelberg GmbH, Heidelberg

Microsoft hat seit 2007 rund 13 Millionen mutmaßliche Infektionen mit Zeus gezählt, allein 3 Millionen in den USA. Weltweit werden mehrere Botnetze mit Millionen von Rechnern auf Basis von Zeus betrieben.

Zusammen mit Finanzdienstleistern, dem Information Sharing and Analysis Center (FS-ISAC), der Electronic Payments Association (NACHA) und dem IT-Security-Spezialisten Kyrus, der eine detaillierte Analyse des Trojaners Zeus vorgenommen hat, gelang Microsoft jetzt ein Schlag gegen zwei der schädlichsten Zeus-Botnetze. Diese nutzten Zeus sowie dessen Varianten Spyeye und Ice-IX.

Gemeinsam zogen die Partner vor ein US-Bezirksgericht in New York und organisierten eine koordinierte Beschlagnahmung der Kommando- und Kontrollserver für zwei große Zeus-Botnetze, die am 23. März 2012 von US-Marshals durchgeführt wurde. Dabei wurden Server in zwei Rechenzentren in Scranton im US-Bundesstaat Pennsylvania und Lombard in Illinois samt der darauf gespeicherten Daten beschlagnahmt.

Die IP-Adressen der Server wurden abgeschaltet und Microsoft überwacht derzeit 800 Domains, die bei dem Vorgehen gesichert wurden mit dem Ziel, Tausende mit Zeus infizierte Rechner ausfindig zu machen.

Aufgrund der hohen Komplexität der Zeus-Botnetze ging es bei der "Operation b71" genannten Aktion nicht darum, mit einem Schlag alle Zeus-Botnetze dauerhaft abzuschalten, sondern der Infrastruktur der kriminellen Betreiber zu schaden und Opfern mit infizierten Rechnern zu helfen, so Microsoft. Zudem sollen die dabei gewonnenen Informationen genutzt werden, um zusammen mit Internetprovidern weiteren Opfern zu helfen.

Gegen die unbekannten Betreiber der Botnetze wurde Klage eingereicht. Die Klage ist unter zeuslegalnotice.com einsehbar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Trolls World Tour (4K UHD) für 19,99€, Distburbing The Peace (Blu-ray) für 14,03€, Der...
  2. (u. a. Resident Evil 3 (2020) für 24,99€, Detroit: Become Human - Epic Games Store Key für 27...
  3. 11,69€ (Bestpreis!)
  4. (aktuell u. a. Amazon Basics günstiger (u. a. AXE Superb 128 GB USB 3.1 SuperSpeed USB-Stick für...

The Ego 26. Mär 2012

KETZEREI, KETZEREI

lemmer 26. Mär 2012

Alles andere ist m.E. sinnfrei.

Threat-Anzeiger 26. Mär 2012

Also ganz ehrlich, Scranton in Pennsylvania ist einer der grösseren...

Test_The_Rest 26. Mär 2012

Die OS sind in Händen von Usern genauso unsicher, wie ... Android? Ups. Ein Linux...

Ballamann 26. Mär 2012

falschen knopf erwischt


Folgen Sie uns
       


Surface Book 3 - Test

Das Surface Book ist einmal mehr ein exzellentes Notebook, das viele Nischen bedient. Allerdings hätten wir uns nach fünf Jahren ein wenig mehr Neues gewünscht.

Surface Book 3 - Test Video aufrufen
Programmiersprache Go: Schlanke Syntax, schneller Compiler
Programmiersprache Go
Schlanke Syntax, schneller Compiler

Die objektorientierte Programmiersprache Go eignet sich vor allem zum Schreiben von Netzwerk- und Cloud-Diensten.
Von Tim Schürmann


    Indiegames-Rundschau: Stadtbaukasten trifft Tentakelmonster
    Indiegames-Rundschau
    Stadtbaukasten trifft Tentakelmonster

    Traumstädte bauen in Townscaper, Menschen fressen in Carrion und Bilderbuchgrusel in Creaks: Die neuen Indiegames bieten viel Abwechslung.
    Von Rainer Sigl

    1. Indiegames-Rundschau Licht aus, Horror an
    2. Indiegames-Neuheiten Der Saturnmond als galaktische Baustelle
    3. Indiegames-Rundschau Dunkle Seelen im Heavy-Metal-Rausch

    Pixel 4a im Test: Google macht das Pixel kleiner und noch günstiger
    Pixel 4a im Test
    Google macht das Pixel kleiner und noch günstiger

    Google macht mit dem Pixel 4a einiges anders als beim 3a - und eine Menge richtig, unter anderem beim Preis. Im Herbst sollen eine 5G-Version und das Pixel 5 folgen.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Smartphone Google stellt das Pixel 4 ein
    2. Android Googles Dateimanager erlaubt PIN-geschützten Ordner
    3. Google Internes Dokument weist auf faltbares Pixel hin

      •  /