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Cyberkriminalität: Kriminalpolizei fordert mehr Beamte gegen Internetdelikte

Die Zahl krimineller Vorfälle im Internet steigt schnell. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter in Bayern fordert deshalb viele weitere Beamte, die Cyberkriminalität bekämpfen. Deshalb will der Berufsverband vergleichsweise hohe Gehälter erwirken.
/ Oliver Nickel und dpa
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Die steigernde Internetkriminalität erfordert auch mehr Beamte. (Bild: Pixabay.com)
Die steigernde Internetkriminalität erfordert auch mehr Beamte. Bild: Pixabay.com / CC0 1.0

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter in Bayern (BDK) fordert angesichts wachsender Aufgaben mehr Ermittler im Bereich Cyberkriminalit. "Weil Verdächtige heutzutage häufig mehr als nur ein Handy haben und weltweit vernetzt sind, kann das Auslesen und Auswerten der Daten teilweise Jahre dauern", sagte ein Sprecher des BDK mit Sitz in Fürth der Deutschen Presse-Agentur.

Demnach sind derzeit etwa 100 Cybercops und Cyberermittler in diesem Bereich tätig. Sie unterstützen die Kriminalpolizei beim Auslesen von Smartphones und Computern. Erstere sind Informatiker, die nach ihrem Studium bei der Kriminalpolizei einsteigen. Als Cyberermittler werden Kriminalbeamte bezeichnet, die sich im Zuge ihrer Ausbildung spezialisiert haben.

"Je mehr Polizeibeamte sich um Cybercrime kümmern können, desto besser ist es für den Bürger", stimmte Oberstaatsanwalt Thomas Goger grundsätzlich zu. Der stellvertretende Leiter der Zentralstelle Cybercrime Bayern betonte aber, dass der Freistaat vergleichsweise gut aufgestellt sei. Das Innenministerium wiederum verwies auf die Verantwortung der einzelnen Polizeipräsidien, das Personal entsprechend zu verteilen.

Vergleichsweise hohe Besoldung für Beamte

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern habe einen besseren Personalschlüssel als die meisten Bundesländer, sagte Oberstaatsanwalt Goger. 14 Staatsanwälte ermittelten dort derzeit wegen Internetbetrugs, Kinderpornografie im Netz und Online-Handel mit Betäubungsmitteln oder Waffen. Nur in Nordrhein-Westfalen und Hessen gebe es eine ähnliche Aufstellung.

Als Cyberkriminalität vesteht der BDK Straftaten, die sich gegen das Internet, Datennetze, informationstechnische Systeme oder andere Daten richten. Das beschreibt der Verband in einem Papier(öffnet im neuen Fenster). Dabei werden vornehmlich Personen gesucht, die ein abgeschlossenes Studium in der Informatik, Mathematik und/oder Betriebswirtschaftslehre aufweisen können.

Eine Fortbildung wird von der Polizei ebenfalls angeboten. Die Besoldung liegt zwischen A12 und A14(öffnet im neuen Fenster). Das sind maximal 5.100 Euro Brutto im Monat oder 61.200 Euro im Jahr. Das Ziel ist es wohl, Mitarbeiter auch zu verbeamten. Außerdem soll im Prinzip jeder Beamte – ob Cybercrime-Spezialist oder nicht – zumindest einfache Delikte in diesem Bereich selbstständig bearbeiten können.


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